Atomkraft-Gegner richten Protestbrief an Erste-Bank-Chef Treichl

Nach der Grünen Vizechefin Eva Glawischnig in der vergangenen Woche kritisieren nun auch mehrere Organisationen von Atomkraft-Gegnern die Erste Bank wegen einer Kreditvergabe an den slowakischen Stromerzeuger Slovenske elektrarne, der mehrheitlich dem italienischen Energiekonzern Enel gehört.

Dass die österreichische Bank bereit sei, über ihre slowakische Tochter Slovenska sporitelna die Fertigstellung des Atomkraftwerks Mochovce zu finanzieren, sei ein Skandal, heißt es in einem offenen Brief, den der Verein “Antiatom Szene”, die Wiener “Plattform Atomkraftfreie Zukunft” und das “Aktionskomitee Stop Temelin” an Erste-Bank-Chef Andreas Treichl gerichtet haben.

Slovenska sporitelna ist Teil eines Konsortiums, das einen Kredit in Gesamthöhe von 800 Mio. Euro an Slovenske elektrarne vergibt. Von der Slovenska sporitelna stamme nur ein kleinerer Teil der Gesamtstumme, heißt es dazu seitens der Erste Bank. Es sei vereinbart worden, dass das Geld lediglich für “allgemeine betriebliche Zwecke von Slovenske elektrarne verwendet werden darf”, teilte die Erste Bank auf APA-Anfrage mit. “Wir nehmen die im Brief erwähnten Vorwürfe sehr ernst, verwehren uns aber dagegen, für eine politische Diskussion missbraucht zu werden.”

Mehr News aus Wien …

Leserreporter
Bild an VOL.AT schicken


0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen