Atletico Madrid triumphiert überlegen mit 3:0 gegen Olympique Marseille in Europa League-Finale

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Atletico Madrid entschied das Europa League-Finale für sich.
Atletico Madrid entschied das Europa League-Finale für sich. - © APA/AFP
Am Mittwoch konnte Atletico Madrid seiner Favoritenrolle in der Europa League gerecht werden und einen 3:0-Finalsieg in Lyon gegen Salzburg-Bezwinger Olympique Marseille erzielen. Es ist die bereits dritte Trophäe für die Spanier.

Atletico Madrid hat auch das dritte Finale der Club-Geschichte in der Fußball-Europa-League erfolgreich überstanden. Die Spanier holten sich am Mittwochabend im Stade de Lyon gegen Salzburg-Halbfinal-Bezwinger Olympique Marseille wie auch schon 2010 und 2012 die Trophäe des zweitwichtigsten Europacup-Bewerbes. Die Mannschaft von Trainer Diego Simeone wurde damit auch ihrer Favoritenrolle gerecht.

Atletico Madrid triumphierte zum 3. Mal in Europa League

Zum Matchwinner in Atleticos fünften Europacup-Finale seit 2010 avancierte Stürmerstar Antoine Griezmann mit einem Doppelpack (21., 49.) und seinen Toren Nummer fünf und sechs im laufenden Bewerb. Der 27-jährige Franzose durfte sich damit über den ersten großen internationalen Titel mit den “Rojiblancos” freuen. Es wird wohl der letzte bleiben, wird Griezmann doch heftig vom Ligakonkurrenten und Meister FC Barcelona umworben. Den dritten Treffer steuerte Gabi (89.) bei.

Atletico setzte die spanische Dominanz in der Europa League fort, sechs der jüngsten neun Auflagen wurden von Clubs der Primera Division gewonnen. Gegen Marseille sind die Madrilenen im Europacup weiter ungeschlagen, nach einem 2:1 in Madrid und einem 0:0 in Marseille 2008 in der Champions League gab es nun den zweiten Sieg im dritten Spiel. Für Atletico war es bereits das zweite Europacup-Endspiel in Lyon, 1986 hatten sie im damaligen Cupsiegerbewerb gegen Dynamo Kiew mit 0:3 den Kürzeren gezogen.

Marseille startete offensiv in erster Spielhälfte

Die Marseille-Fans hatten auf den Rängen ein klares Übergewicht. Die Anfangsphase verlief auch ganz nach ihrem Geschmack. Die Franzosen hatten klar mehr vom Spiel, legten ambitioniert und offensiv los und hätten auch in Führung gehen müssen. Valere Germain schloss nach idealem Payet-Lochpass aus elf Metern aber etwas stümperhaft ab, verfehlte das Tor (4.). Zwei Minuten später fehlte bei einem Rami-Schuss von der Strafraumgrenze nicht allzu viel.

Die Spanier machten ihre Sache in der Offensive besser, präsentierten sich als Meister der Effizienz. Die einzige Chance vor der Pause, die auch nur aus einem Marseille-Eigenfehler resultierte, führte zum Erfolg. Zambo Anguissa konnte den Ball nach einem nicht idealen Zuspiel von Tormann Steve Mandanda nicht stoppen, Gabi spielte für Griezmann in den Lauf und der Stürmer hatte keine Mühe aus bester Position zu vollenden (21.).

Spanier demonstrierten Stärke in zweiter Halbzeit

Auf weitere Topchancen wartete man auf beiden Seiten vergeblich, für Marseille gab es aber noch eine weitere Hiobsbotschaft. Kapitän Dimitri Payet schied mit einer Muskelverletzung im Oberschenkel schon in der 32. Minute aus. Die Blessur könnte auch seinen Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme einen Strich durch die Rechnung machen.

Von der Bank aus sah er gleich nach Wiederbeginn bei einsetzendem Regen die endgültige Vorentscheidung zugunsten der Spanier, die einmal mehr ihre Stärke im Umschaltspiel demonstrierten. Nach Ballgewinn ging es schnell nach vorne und Griezmann schloss die Aktion mit einem Lupfer nach Koke-Zuspiel mustergültig ab (49.). Das nächste Highlight für den französischen Teamstürmer bei seinem “Heimspiel”. Sein Heimatort Macon liegt nur rund 45 Minuten vom Finalort entfernt.

Schockstarre bei Olympique Marseille nach 2:0

Die Franzosen wirkten geschockt, konnten nicht reagieren. Atletico war weiter tonangebend, dem dritten Treffer nahe. Ein Godin-Kopfball strich nur um Zentimeter an der Stange vorbei (53.). Erst in der Schlussphase wurde Marseille einmal brandgefährlich. Bei einem Mitroglou-Kopfball rettete die Innenstange für die Spanier (81.). Die wiederum machten endgültig den Sack zu, Gabi sorgte für den Schlusspunkt (89.). Simeone konnte deshalb erfreut den Rasen betreten, nachdem er die Partie nach einem Ausraster im Halbfinale gegen Arsenal auf der Tribüne verfolgen hatte müssen.

Marseille muss weiter seit dem Champions-League-Sieg 1993 auf einen Europacup-Titel warten. Wie zuletzt 2004 im UEFA-Cup (0:2 gegen Valencia) setzte es eine Niederlage ohne Torerfolg.

(APA/Red)

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