Asylwerber bekommt 6605,- Taschengeld

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Satirischer Kommentar der Gebrüder Moped.
Satirischer Kommentar der Gebrüder Moped. - © Bankenverband - Bundesverband deutscher Banken (CC BY-ND 2.0)
Gastkommentar der Gebrüder Moped: Wir müssen in der Flüchtlingsdebatte aufhören, uns die Welt schön zu reden. Insbesondere die damit verbundenen Kosten sollten der österreichischen Bevölkerung endlich bewusst werden. Denn selbst wenn manche damit ein Problem haben: Natürlich erhalten Asylwerber hier im Land Geld fürs Nichtstun.

Sechstausendsechshundertundfünf

Neben Unterkunft und drei täglichen Mahlzeiten erhält ein Erwachsener im Asylverfahren in Österreich ein zusätzliches Taschengeld von 6605,- bar auf die Kralle ausgehändigt. Diesen Betrag muss man sich erst einmal auf der Zunge ergehen lassen: Sechstausendsechshundertundfünf österreichische Schilling pro Jahr. Das sind umgerechnet (für die weniger heimattreuen Freunde der alten Währung): 40,- Euro im Monat oder ein Euro dreißig am Tag.

Geld fürs Nichtstun

130 tägliche Cent für Güter des täglichen Bedarfs wie Kindernahrung, Windeln, Bildung, Kommunikation, Fahrkarten oder Freizeitgestaltung. Und Freizeit haben sie wahrlich genug. Es geht von ihnen ja auch niemand arbeiten. Außer mit ausnahmsweisen, kurzfristig ausgestellten Saisonniersbewilligungen dürfen sie zwar auch nicht arbeiten. Aber wer weiß schon, ob die auch wollen würden. Denn mit 40,- Euro pro Monat lässt es sich schon ordentlich auf den traumatisierten Putz hauen – da steppt der Bär fern der Heimat!

Herr Österreicher, bitte zur Kasse!

Und wer bezahlt diesen Taschengeld-Wucher? Wir. Uns 8,5 Millionen österreichische Steuerzahler verursachen die (im höchsten Fall prognostizierten) 80.000 Flüchtlinge eine monatliche Taschengeldzahlung von jeweils 38 Cent im Monat. Ein Flüchtling, der keine Unterkunft und keine drei täglichen Mahlzeiten bekommt, erhält sogar 320,- Euro im Monat und muss damit gerade einmal seinen gesamten Lebensunterhalt bezahlen – wie auch österreichische EmpfängerInnen von Mindestsicherung, wobei die mit 828,- ihr Auslangen finden müssen.

Wir zahlen das nicht!

Die Mindestsicherung ist, was sie aussagt: Der Mindestbetrag für eine gerade noch gesicherte Existenz ohne Schnörkel hierzulande. Aber verschiedene Sozialleistungen für Menschen in unterschiedlichen Notsituationen aufzurechnen und die EmpfängerInnen gegeneinander auszuspielen und aufzuhetzen, ist – neben der dazugehörigen menschlichen Niedertracht – das wohl Dümmste, was wir uns selbst antun können: Es gefährdet nämlich den sozialen Frieden, in dem wir seit Jahrzehnten leben dürfen. Aber es passiert. Ein hoher Preis für uns alle, wenn diese Rechnung mancher für ein elendes Häuflein politischen Kleingelds aufgeht. Nur: Wir zahlen das nicht!

http://gebruedermoped.com

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