Apple setzt zum Sprung auf den Börsen-Thron an

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Apple setzt zum Sprung auf den Börsen-Thron an
Apple ist am Dienstag für kurze Zeit zum wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt aufgestiegen. In einem turbulenten US-Handel überholte der Hersteller des iPhone und des Tablet-Computers iPad den langjährigen Spitzenreiter Exxon Mobil.

Bis zum Handelsende bekam der Mineralöl-Riese seine Krone wieder zurück. Der Abstand war zur Schlussglocke jedoch sehr dünn: Apple kam auf knapp 347 Mrd. Dollar (243 Mrd. Euro) – bei gut 348 Mrd. für Exxon Mobil. Für den Elektronik-Konzern wäre der Titel des wertvollsten Unternehmens die Krönung einer beeindruckenden Wiedergeburt unter der Führung von Mitgründer Steve Jobs.

Als der einst geschasste Jobs 1997 zu Apple zurückkam, steuerte das Unternehmen auf eine Pleite zu. Mit dem Computer iMac gelang es dem neuen Konzernchef, den Fall aufzuhalten. Mit dem 2001 vorgestellten und zunächst unterschätzten Musikplayer iPod eroberte Apple das Musikgeschäft. Das 2007 gestartete iPhone krempelte die Mobilfunk-Branche um. Mit dem iPad dominiert Apple seit vergangenem Jahr den neuen Markt der Tablet-Computer und macht anderen PC-Herstellern zu schaffen. Den Erzrivalen Microsoft überholte Apple beim Börsenwert bereits im vergangenen Jahr.

Über 200 Prozent Steigerung in nur zehn Jahren

Ähnlich imposant entwickelte sich in den vergangenen Jahren die Apple-Aktie. Vor zehn Jahren kostete das Papier weniger als zehn Dollar. Die 100-Dollar-Marke knackte Apple erst im Frühjahr 2007, wenige Wochen vor dem Start des iPhone. Im Sommer war sie dann bereits fast 150 Dollar wert und kratzte zum Jahresende an der 200er-Schwelle.

Sorgen um die Gesundheit von Konzernchef Steve Jobs ließen das Papier dann Anfang 2009 wieder unter 100 Dollar fallen. Jobs, der als zentrale treibende Kraft hinter den Apple-Erfolgen gilt, nahm sich eine sechsmonatige Auszeit. Später wurde bekannt, dass er eine Spender-Leber bekam. Das restliche Top-Management unter Jobs’ Vertreter Tim Cook konnte jedoch die Anleger überzeugen – und inzwischen steigt die Aktie auch, während der 56-jährige Jobs gerade wieder offiziell eine Pause wegen Gesundheitsproblemen macht. Im Juli ging es hinauf bis auf fast 400 Dollar, bevor der Kurs im Zuge der Turbulenzen an den Finanzmärkten etwas absackte. Am Dienstag rückte die Aktie um knapp sechs Prozent auf 374,01 Dollar vor.

Exxon Mobil wurde hingegen stärker in den Strudel der weltweiten Konjunktursorgen gezogen, die Aktie schwingt oft mit dem Ölpreis mit. Im Frühjahr noch stieg das Papier zeitweise bis auf knapp 88 Dollar. In den vergangenen Wochen fiel es deutlich. Am Dienstag gab es ein Plus von gut zwei Prozent auf 71,64 Dollar.

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