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5. Oktober 2012 10:13; Akt.: 5.10.2012 10:13

Antisemitismus-Konferenz: Uni Wien nimmt sich der eigenen Geschichte an

Antisemitismus-Konferenz an der Universität Wien Antisemitismus-Konferenz an der Universität Wien - © APA
Im Rahmen einer eigenen Antisemitismus-Konferenz wird an der Universität Wien die eigenen Geschichte aufgearbeitet und sich kritisch mit Vorfällen auseinander gesetzt.

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Die Konferenz “Der lange Schatten des Antisemitismus” an der Universität Wien soll zur Aufarbeitung der eigenen Geschichte dienen. Bei der am 11.Oktober stattfindenden, vom Institut für Zeitgeschichte organisierten Veranstaltung wird auch der 1939 mit seiner Familie aus Wien vertriebene amerikanische Neurowissenschafter und Nobelpreisträger Eric Kandel einen Vortrag halten.

Am 9. Oktober stellt der Forscher und Kunstsammler außerdem sein neues Buch “Das Zeitalter der Erkenntnis. Die Erforschung des Unbewussten in Kunst, Geist und Gehirn von der Wiener Moderne bis heute” in Wien vor.

Aufarbeitung der Geschichte an der Universität Wien

Neben Kandel, der über Kontakte zwischen Juden und Christen im Wien der Jahrhundertwende sprechen wird, werden hochkarätige Nationalsozialismus-Forscher auf der im Archiv der Universität Wien in der Postgasse in der Inneren Stadt stattfindenden Konferenz vertreten sein. So wird etwa der deutsche Historiker Götz Aly, der derzeit die Sir Peter Ustinov-Gastprofessor an der Uni Wien hält, auf die Soziologie des Antisemitismus im 19. und 20. Jahrhundert eingehen.

Der Leiter des Instituts für Zeitgeschichte und Organisator der Veranstaltung, Oliver Rathkolb, wird unter dem Vortragstitel “Gewalt und Antisemitismus an der Universität Wien seit der Badeni-Krise 1897″ den Bogen zur Uni Wien spannen. Der Historiker Mitchell Ash referiert die “Situation jüdischer Wissenschafter an der Universität Wien vom Kaiserreich bis nach 1945″.

Die Rolle der Rechtswissenschaftlichen Fakultät beleuchtet die Rechtshistorikerin Ilse Reiter-Zatloukal, mit der Philosophisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät beschäftigt sich der Wissenschaftshistoriker Friedrich Stadler. Mit Birgit Peter, Linda Erker und Martin Schrott werden auch Nachwuchsforscher zu Wort kommen. Abgeschlossen wird die Konferenz mit einer fächerübergreifend besetzen Podiumsdiskussion.

(Red./APA)



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