Anrainerparken in Wien: Scharfe Kritik an geplanten Zusatztafeln

Kritik an der "komplizierten" Beschilderung kommt von ÖAMTC, Innerer Stadt und Josefstadt.
Kritik an der "komplizierten" Beschilderung kommt von ÖAMTC, Innerer Stadt und Josefstadt. - © bilderbox.com (Sujet)
Die geplanten Zusatztafeln für die Neuregelung der Anrainerparkplätze sorgen derzeit für Diskussionen. Kritik kommt sowohl von den Bezirksvorstehern der Josefstadt und der Inneren Stadt, sowie vom ÖAMTC.

Die geplante Beschilderung für die Neuregelung der Anrainerparkplätze hat am Donnerstag für Aufregung gesorgt. Die Bezirksvorsteher der Josefstadt und der Inneren Stadt sowie der ÖAMTC übten Kritik am Entwurf für die entsprechenden Zusatztafeln. Laut einem Bericht der “Kronen Zeitung” sieht dieser keine direkten Angaben zu den Ausnahmen, sondern lediglich einen Verweis auf das Amtsblatt vor.

Anrainerparken: Kritik am Entwurf für Zusatztafeln

“Eine Regelung in dieser Form wäre sehr kompliziert, ungewöhnlich und ist in Wien bisher noch nicht zum Einsatz gekommen”, kritisierte ÖAMTC-Jurist Nikolaus Authried in einer Aussendung. Derzeit laufe das behördliche Verfahren, sagte eine Sprecherin der MA 46 (Verkehrsorganisation) zur APA.

Einen Zeitpunkt, wann die Schilder aufgestellt werden, könne sie daher noch nicht nennen. Der Entwurf für die Beschilderung sei derzeit mit den Bezirken in Verhandlung. Eine Zusatztafel, in der auf das Amtsblatt verwiesen wird, sei rechtlich zulässig und auch in anderen Städten üblich, verteidigte sie den Vorschlag.

Innere Stadt beharrt auf Nein zu Anrainerparkplätzen

Der Bezirksvorsteher der Inneren Stadt, Markus Figl, beharrte in einer Reaktion auf seinem Nein zur Öffnung der Anrainerparkplätze. Der bekannt gewordene Entwurf bestätige seine Haltung, betonte er in einer schriftlichen Stellungnahme. “Die geplanten Zusatztafeln sorgen nur für noch mehr Verwirrung und mehr Verkehrschaos durch verwirrte Autofahrer. Das ist einfach nicht praktikabel.” Der erste Bezirk werde “diese Tafeln sicher nicht aufstellen und die Geldmittel dafür nicht freigeben”.

Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) hatte ursprünglich gemeinsam mit der Wirtschaftskammer eine gänzliche Öffnung der sogenannten Anrainerparkplätze für alle Fahrzeuge zwischen 8.00 und 16.00 Uhr angekündigt. Nach Widerstand aus den Bezirken schränkte sie das Ausweitungsvorhaben zuletzt auf Wirtschaftstreibende und Sozialdienste ein.

(APA/Red)

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