Anne Speier mit dem BC21 Art Award 2017 ausgezeichnet

Die in Wien lebende deutsche Künstlerin Anne Speier ist gestern, Dienstag, Abend in Wien mit dem “BC21 BostonConsulting & BelvedereContemporary Art Award 2017” ausgezeichnet worden. Der mit 20.000 Euro höchstdotierte privat gestiftete Preis für zeitgenössische Kunst in Österreich wurde zum sechsten Mal verliehen.

“Anne Speier beherrscht mit atemberaubender Souveränität verschiedenartige künstlerische Sprachen, aus denen sie ihre eigenwillige subjektive Ausdruckform komponiert. Sie schöpft aus unterschiedlichen, auch einander widersprechenden Materialien, Stilen und Zeiten, um Gegenwart und Zeitgenossenschaft zu artikulieren”, heißt es in einem Jurystatement. “In ihren ebenso mit innovativen digitalen Reproduktionsmitteln wie gleichzeitig klassisch per Hand hergestellten Gemälden und Skulpturen verdichten sich multiple Perspektiven unserer Wirklichkeit, die vom Verschwinden im Digitalen bedroht ist.”

Speier wurde 1977 in Frankfurt am Main geboren und studierte an der dortigen Städelschule sowie an der Universität für angewandte Kunst Wien. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Einzelausstellungen gezeigt, u.a in der Galerie Meyer Kainer, Wien, oder der Galerie der Stadt Schwaz, Tirol, deren Direktorin Cosima Rainer die Künstlerin für den BC21 Art Award 2017 nominiert hatte. Im 21er Haus, wo Speiers Arbeiten noch bis 19. November gemeinsam mit jenen der anderen drei nominierten Künstlerinnen – Judith Fegerl, Anja Ronacher und Toni Schmale – in einer von Luisa Ziaja kuratierten Ausstellung präsentiert werden, stellte sie u.a. einen frechen Dinosaurier in den Ausstellungsraum – bestehend nur aus Hinterteil, Beinen und einer riesenhaften Zunge, die unbeeindruckt von der Verhaltensetikette die Wand des White Cubes ableckt.

Der BC21 Art Award wurde 2007 von dem Beratungsunternehmen The Boston Consulting Group (BCG) und dem Belvedere ins Leben gerufen und ist in Österreich lebenden und arbeitenden Künstlerinnen und Künstlern unter vierzig Jahren gewidmet. Bisher wurde die biennal verliehene Auszeichnung an Constantin Luser (2007), Nadim Vardag (2009), Lucie Stahl (2011), Anna Witt (2013) und Nilbar Güres (2015) vergeben.

(APA)

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