Ankerbrotabzug aus Favoriten fix

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Spätestens 2008 will der Traditionsbäcker aus Favoriten absiedeln, auch die neue Fabrik soll in Wien stehen. Inzwischen eröffnete der Chef am Donnerstag eine Nostalgie-Filiale im Prater, in der Kinder selbst backen dürfen.

Die Verhandlungen für einen Verbleib des Wiener Großbäckers Ankerbrot in der Bundeshauptstadt sind im Laufen. Man würde gerne weiter in Wien bleiben, unterstrich am Donnerstag Ankerbrot-Chef Peter Ostendorf bei der Eröffnung einer Nostalgiefiliale im Wurstelprater. Das Unternehmen hatte Anfang März bestätigt, den bisherigen Standort im Bezirk Favoriten aufgeben zu wollen.

 

Allerdings sei aber auch weiterhin eine Absiedelung ins niederösterreichische Umland der Bundeshauptstadt nicht gänzlich vom Tisch: „Ausschließen kann ich es noch nicht”, so der Ankerbrot-Vorstand. Mit Wien führe man aber derzeit gute Gespräche. „Ich glaube, dass wir eine Lösung finden werden”, gab sich Ostendorf zuversichtlich. Man suche ein Grundstück mit 14.000 Quadratmetern Fläche, auf dem insgesamt rund 50 Mio. Euro investiert werden sollen. Eine Entscheidung soll bis Mitte des Jahres fallen. Ostendorf nannte Ende 2008 als möglichen Umzugstermin.

 

Die Absiedelung des Großbäckers mit rund 1.800 Beschäftigten ist zum einen wegen Denkmalschutzauflagen für die bestehenden Anlagen aus dem Jahr 1891 nötig geworden. Zum anderen verändere sich aber auch die Struktur des Bezirks Favoriten hin zu einem Wohnbezirk, begründete Ostendorf die Entscheidung.

 

Der Ankerbrot-Chef eröffnete am Donnerstag eine „Nostalgiefiliale” im Wurstelprater. Eine ehemalige Spielhalle nahe des Schweizerhauses wurde im „Zuckerbäckerstil” umgestaltet und trägt nun auf dem Dach ein überdimensionales Croissant und eine Punschkugel.

 

Schwerpunkt der Filiale sei das „Kinderbacken”, so Ostendorf wörtlich: „Wir haben festgestellt, dass von kleinen Kindern das Backen sehr gut angenommen wird.” Die Kinder würden ihr eigenes Gebäck kneten und könnten dann ihre fertiggebackene Kreation mitnehmen.

 

Als Mutter könne sie bestätigen, dass man es schätze, wenn die Backversuche der Kinder nicht in der eigenen Küche stattfänden, meinte auch Wiens zuständige Stadträtin Grete Laska (S). Sie freue sich, dass mit der Ankerfiliale ein weiteres Element der Masterplanung für den gesamten Wurstelprater umgesetzt sei. An dieser arbeite man beständig getreu dem Motto „Aufgeben tut man einen Brief”. In der ersten Juni-Hälfte soll die Gesamtplanung des

Themenparkexperten Emanuel Mongon präsentiert werden.

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