“Angekommen!”: Rotes Kreuz will mit Ratgeber Integration erleichtern

Das Rote Kreuz will mit diesem Ratgeber bei der Integration helfen.
Das Rote Kreuz will mit diesem Ratgeber bei der Integration helfen. - © Österreichisches Rotes Kreuz
Ein mehrsprachiger Ratgeber im Taschenformat, 144-Seiten dick und mit dem Titel “Angekommen!” – darauf setzte das Rote Kreuz (ÖRK) bei der Integration von Flüchtlingen. Der Ratgeber soll Fragen und Antworten zum Leben in Österreich liefern.

Es gehe um das Zusammenleben in der österreichischen Gesellschaft, sagte ÖRK-Präsident Gerald Schöpfer bei der Vorstellung des Ratgebers am Mittwoch.Wien. “Angekommen!” ist in Deutsch, Englisch, Arabisch und Dari (Persisch) verfasst.

Finanziert wurde der Ratgeber je zur Hälfte vom ÖRK-Spendenkonto Flucht und von der ORF-Spendenplattform “Helfen. Wie wir.”, erklärte Schöpfer. Die Gesamtkosten für die 60.000 Stück betrugen knapp 50.000 Euro. Das Taschenbuch klärt auf über Österreich im Allgemeinen, Gesetze, Gleichberechtigung, Asyl, Gesundheit, Schule und Alltag, gibt Flüchtlingen aber auch Tipps etwa für Handyverträge.

Integration von Flüchtlingen: Ratgeber soll helfen

Der Vizerektor der Uni Wien und Vorsitzende des Integrations-Expertenrates, Heinz Faßmann, betonte, dass Integration eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei und nicht von den Flüchtlingen alleine vollbracht werden könne. Er bekräftigte seine Meinung zu Ein-Euro-Jobs. Er halte diese Idee, solche Jobs zusätzlich zur Mindestsicherung anzubieten, für “nicht absurd”, so Faßmann in der Pressekonferenz.

Die Leiterin der Wiener Flüchtlingsunterkunft Vordere Zollamtstraße, Martina Burtscher, sagte, Integration sei keine Einbahn. Als “sehr schwierig” bezeichnete sie die Situation für 15- bis 20-jährige Flüchtlinge, da sie von der Schulpflicht nicht mehr umfasst sind. Für 16 von ihnen gebe es jetzt in der Maturaschule Roland einen Deutschintensivkurs, das Rote Kreuz wünscht sich aber generell mehr Chancen für diese Jugendlichen. Die Zukunft des Quartiers in der Zollamtstraße ist laut Burtscher übrigens weiter offen.

>> Mehr Informationen rund um den Integrations-Ratgeber lesen Sie hier.

(APA)

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