AMS erwägt Einsparung bei Förderung von Facharbeitern

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Das AMS will bei der Förderung von Facharbeitern sparen.
Das AMS will bei der Förderung von Facharbeitern sparen. - © APA/ROLAND SCHLAGER
Um eine Lücke bei der Finanzierung von Integrationsmaßnahmen zu schließen, erwägt das AMS bei der Förderung von Fachkräften zu sparen.

Demnach sollen Fachkräftestipendien nur mehr 16 statt 41 Mio. Euro kosten, die mit 19,1 Millionen dotierte Facharbeiterintensivausbildung plus solle ganz gestrichen werden. Das Unternehmensberatungsangebot Impuls plus werde etwas gekürzt. Auslöser dieser Sparmaßnahmen sei die von der Regierung verlangte Halbierung der Ausgaben für Flüchtlinge. Die Angebote für das Integrationsjahr sollen von 100 auf 50 Mio. Euro sinken, jene für die Förderung Asylberechtigter via Qualifizierungsmaßnahmen und Deutschkurse von 55 auf 20 Mio. Das Arbeitsmarktservice (AMS) habe die Kurse für diese Angebote aber in Erwartung des ursprünglichen, höheren Budgets schon vergeben, die Lücke betrage 45,6 Mio. Euro, schreibt die Zeitung. Daher müsse das Geld nun anderer Stelle eingespart werden. Das AMS bestätige die Rechnung, bezeichne das aber als “ein Vorschlag von vielen”, der erst heute Mittwoch bei einer Sitzung des Verwaltungsrats diskutiert werde.

Einsparungen bei Fachkräftestipendium

Die Einsparungen würden sich beim Fachkräftestipendium im Fall des Falles nur im Vergleich zum Budgetvoranschlag von 2018 ergeben und nicht im Vergleich zu realen Ausgaben von 2017, schreibt der “Standard”. Denn im Vorjahr seien dafür nur 11 Mio. Euro ausgegeben worden. Auch das gesamte Budget des AMS würde laut Regierungsplan nach dem Sparvorgaben mit 1,355 Milliarden Euro zwar unter den Voranschlägen für 2018 (1,944 Mrd. Euro) und 2017 (1,545 Mrd. Euro) liegen, aber über den tatsächlichen Ausgaben 2017, die sich auf 1,326 Mrd. Euro beliefen.

Sozialministerin dementiert Einsparungen

Das Sozialministerium hat in Abrede gestellt, dass es beim AMS zu einem Sparkurs bei Facharbeitern kommen soll, dies “entspricht nicht den Vorstellungen der Bundesregierung”. “Unser Ziel ist Qualifizierungsmaßnahmen und damit verbunden die Fachkräfteausbildung zu fördern”, erklärte Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) am Mittwoch in einer Aussendung.

Reduktionen im Asylbereich

Die Verfügbarkeit von Fachkräften sei wichtig für den Standort Österreich. Die Qualifikation der heimischen Arbeitskräfte müsse daher sichergestellt werden. Auch Jugendliche und Langzeitarbeitslose sollen zukünftig eine bessere Unterstützung erfahren, heißt es in der Aussendung. Reduktionen im kommenden Budget seien bei den Förderungsmaßnahmen im Asyl- und Integrationsbereich vorgesehen, da weniger Bedarf gegeben sei, bekräftigte die Politikerin.

APA/Red.

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