Am Feiertag geöffnet: Gewerkschaft kündigt Anzeigenflut gegen Reisebüros an

Die Gewerkschaft zeigt einige Reisebüros an.
Die Gewerkschaft zeigt einige Reisebüros an. - © APA
Die Gewerkschaft führte am 8. Dezember Kontrollen durch, deren Ergebnis sie in Wien, Ober- und Niederösterreich als “ernüchternd” bezeichnet. Empfindliche Geldstrafen drohen.

Betreiber von Reisebüros, die am Marienfeiertag (8. Dezember) offen hatten, bekommen es nun mit den Arbeitsrechtlern der Gewerkschaft zu tun. Die Gewerkschaft sprach am Montag von einer Anzeigenflut. In einer GPA-Aussendung war von mehr als zwei Dutzend widerrechtlich geöffnete Filialen in Wien, Niederösterreich und Oberösterreich am Feiertag die Rede. Es setzt wohl empfindliche Geldstrafen.

Man habe die Betreiber noch einmal extra darauf aufmerksam gemacht, dass ihre Filialen an Feiertagen geschlossen bleiben müssen, so die GPA. Trotzdem hätten sich etliche Arbeitgeber den Bestimmungen des Arbeitsruhegesetzes und des Kollektivvertrages für Angestellte in Reisebüros widersetzt, kritisierte Bernd Kulterer, zuständiger Wirtschaftsbereichssekretär in der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier). Vor allem in Einkaufszentren haben Reisebüros am 8. Dezember “Besuch” erhalten von Gewerkschaftsvertretern. Das Ergebnis der Kontrollen war für die Gewerkschafter “ernüchternd”, wie heute festgestellt wurde.

So hohe Strafen drohen

Insgesamt wurden 29 geöffnete Filialen registriert, fünf in Niederösterreich, elf in Oberösterreich und 13 in Wien. Mehr als von der Arbeitnehmervertretung befürchtet worden war: “Wir haben nicht damit gerechnet, dass so viele Reisebüros auf den Weihnachts-Einkaufszug aufspringen wollen”, so die GPA-Vertreter. “Jeder einzelne Verstoß gegen das Arbeitsruhegesetz wurde angezeigt.” Es drohen Strafen von mehreren hundert Euro pro Beschäftigtem.

Arbeiten an Feiertagen sei in Reisebüros bis auf wenige Ausnahmen, beispielsweise auf Flughäfen, nicht erlaubt, wurde bekräftigt.

(APA, Red.)

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