Altach trifft in Europa League auf Belenenses Lissabon und plant nächsten Coup

Altach will sich gegen Belenenses Lissabon im Europa LEague-Play-Off durchsetzen.
Altach will sich gegen Belenenses Lissabon im Europa LEague-Play-Off durchsetzen. - © APA
Am Donnerstag geht es für den SCR Altach im Europa League-Play-Off um den größten Erfolg in der bisherigen Vereinsgeschichte. Um 20.30 Uhr treffen die Vorarlberger im Hinspiel auf Belenenses Lissabon und plant den nächsten Coup.

Nach dem etwas unglücklichen Start in die Bundesliga-Saison ist die volle Konzentration bei den Vorarlbergern auf den Europacup gerichtet. “Wir werden alles geben, um die Überraschung zu schaffen”, kündigte Canadi am Mittwoch an. “Es wird wieder eine sehr reizvolle Aufgabe.” Jene gegen Guimaraes bewältigten die Rheindörfler mit Bravour. Am Tivoli gab es einen 2:1-Erfolg, im Rückspiel fertigte man die Portugiesen sogar mit einem 4:1 ab.

Aufstieg in Europa League-Gruppenphase wäre größter Erfolg

Sollte es mit dem Aufstieg in die Gruppenphase klappen, “wäre das natürlich ganz groß. Das würde alles toppen, was der Club bisher erreicht hat.” Dass der Gegner erneut aus Portugal kommt, sieht Canadi aber nicht unbedingt als Vorteil. “Uns war es im Prinzip egal, wen wir bekommen”, blickte der Wiener auf die Auslosung zurück. “Alles entscheidet sich am Platz. Das werden zwei offene Spiele.”

Canadi, der bis auf Christian Schilling alle Akteure zur Verfügung hat, erwartet allerdings keine Überraschungen. “Der Gegner ist so ähnlich strukturiert wie Guimaraes. Vielleicht spielen sie etwas aggressiver.” Belenenses, das wie Altach noch nie in der Europa-League-Gruppenphase stand, setzte sich in der dritten Qualifikations-Runde gegen IFK Göteborg durch. Das Hinspiel gewann der Sechste der Primeira-Liga-Saison 2014/15 2:1, im Rückspiel reichte ein torloses Remis. Canadi und sein Team analysierten beide Partien ebenso wie den 3:3-Auftakt in der Meisterschaft gegen Rio Ave am vergangenen Samstag.

Auffallend ist, dass die Stürmer der Blau-Weißen nicht unbedingt häufig treffen. Die meisten Tore gehen auf das Konto von Mittelfeldspielern oder Verteidigern nach Standardsituationen. Deshalb wurde mit Betinho zuletzt ein neuer Angreifer verpflichtet, er matcht sich mit Abel Camara um den Platz als Solospitze im 4-2-3-1-System von Trainer Ricardo Sa Pinto.

SCR Altach trifft auf Belenenses Lissabon

“Sie haben viele Spieler, die bei Benfica oder Sporting sehr gut ausgebildet worden sind”, weiß Canadi über den Kader. Mit Torhüter Hugo Ventura gehört ein Profi immerhin zum erweiterten Aufgebot von Nationaltrainer Fernando Santos. Auf sein Debüt in der “Selecao” wartet der 27-Jährige allerdings noch.

Der wohl prominenteste Akteur ist Carlos Martins, der schon für Sporting und Benfica Lissabon sowie in der spanischen Primera Division kickte und bis 2013 17 Länderspiele für Portugal absolvierte. Mittlerweile ist der zentrale Mittelfeldmann 33, aber noch immer wegen seiner Weitschüsse und Standards gefürchtet. “Das ist ein tragender Spieler”, so Canadi. “Aber auch in der Innenverteidigung haben sie viel Routine und internationale Erfahrung.”

Wenn es bei Belenenses einen Star gibt, dann ist es jedoch der Trainer. Sa Pinto galt als Aktiver als Teil der “goldenen Generation” des portugiesischen Fußballs um Luis Figo, Rui Costa u.a.

“Österreicher hatten Glück”

Das Team von Belenenses brach am Mittwoch in Richtung Innsbruck auf. “Wir erwarten ein schwieriges, hart umkämpftes Spiel”, sagte Außenstürmer Sturgeon gegenüber portugiesischen Medien. “Wir haben die zwei Spiele (Altach gegen Vitoria Guimaraes; Anm.) gesehen. Die Österreicher hatten Glück, auswärts hätte das Spiel auch anders ausgehen können. Wir sind gewarnt.”

(APA/red)

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