Allrad 4×4: Die Klassenlose Antriebs-Gesellschaft

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Allrad 4×4: Die Klassenlose Antriebs-Gesellschaft
© Land Rover
4×4 liegt voll im Trend. Bis vor einiger Zeit war die Technik, mit vier statt mit zwei angetriebenen Rädern für gewissermaßen verdoppelte Traktion zu sorgen, in erster Linie allwege-tauglichen Fahrzeugen verschiedenster Art – Geländeautos, militärische Fortbewegungsmittel, Nutzfahrzeuge, Traktoren etc. – vorbehalten.

Mittlerweile aber ist die Gesellschaft der allradgetriebenen Autos eine klassenlose. Es reicht mittelerweile das Spektrum von Offroadern und Sports Utility Vehicles (SUV) über das Luxus- und Business- sowie die Sport- und Supersportwagen-Segment bis zu Kompakt- und sogar Kleinwagen. Hintergrund ist, wie bereits angesprochen, erhöhte Traktion und damit Fahrsicherheit nicht alleine auf unbefestigten Straßen und jenseits davon, sondern auch bei schwierigen Fahrbahnbedingungen – Schnee, Eis, Nässe. Dazu kommt die Neutralisierung von antriebstypischem Fahrverhalten – Heck- beziehungsweise Frontantrieb, damit Über- respektive Untersteuern – und nicht zuletzt die optimierte Verdaulichkeit, sprich die Umsetzung hoher Leistung. Die Historie der 4×4-Systeme ist so alt wie die des Autos selbst. Bereits in den frühen Tagen motorisierter Fahrzeuge – wie etwa dampfgetriebene Fuhrwerke – begannen Konstrukteure ab Mitte des 19. Jahrhunderts damit, die Technik der Zuteilung von Antriebskräften auf vier (oder auch mehr) Räder zu entwickeln. Das reichte von zuschaltbaren Systemen via Kardanwelle bis zur Platzierung je eines Antriebsaggregats pro Rad.

Elektronik steuert und ergänzt Mechanik

Damit sind die heutigen Allradantriebssysteme keine Neuerfindung, sondern basieren auf einer bereits weit mehr als ein Jahrhundert langen Entwicklung. Was in den vergangenen Jahrzehnten dazugekommen ist, das ist die Elektronik. Sie steuert – in Kombination mit Stabilitätsprogramm, Traktionskontrolle und weiteren Fahrassistenzsystemen – und ergänzt die Mechanik. Damit wird, je nachdem, Antriebsmoment entweder zwischen den Achsen oder zwischen den einzelnen Rädern aufgeteilt. Echte Geländewagen verfügen zusätzlich über großteils mechanisch zuschaltbare Untersetzungen.

Im Prinzip handelt es sich bei Allradantrieben um zwei Techniken: permanente Systeme mit Mitteldifferenzial und solche, die via Visco- oder Fliehkraft Kupplung entweder manuell oder mechanisch gesteuert werden. Abgesehen von Mischformen gibt es auch 4×4 simulierende Formen, etwa Hybridantriebe, bei den der Elektromotor für zusätzlichen Vortrieb entweder an der Vorder- oder Hinterachse sorgt. Bei etlichen SUV-Modellen wiederum verzichtet der Hersteller auf ein Allrad-System und bietet teilweise zumindest eine elektronische Traktionsunterstützung an. Denn ein Nachteil von Allradsystemen liegt im höheren technischen Aufwand, im höheren Fahrzeuggewicht und im höheren Treibstoffverbrauch, was wiederum in einer Erhöhung von Preis und Unterhalts- sowie Betriebskosten resultiert.

Die folgenden Kapitel offerieren einen Überblick der hohen – und steigenden – Vielfalt an Fahrzeug-Modellen, die mit Allradantrieb entweder serienmäßig ausgerüstet sind oder damit optional ausgestattet werden können. Das reicht von Geländewagen SUV & Co. über die Luxus-, Premium-, Mittel-, Kompakt- und Kleinwagenklasse bis zu Sportlern & Supersportlern sowie Vans, Leichten Nutzfahrzeugen und ATVs. Nicht zu vergessen einige Anregungen, wie man den Umgang mit Allradfahrzeugen trainieren und im Rahmen von Events ausprobieren kann.

(KECKEIS)

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