Allergie-Prophylaxe: Wiener Forscher mit wichtigem Schritt

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Wichtiger Forschungsfortschritt an der MedUni Wien.
Wichtiger Forschungsfortschritt an der MedUni Wien. - © APA (Symbolbild)
Einem Forschungsteam der MedUni Wien sind mittels Tierversuchs wichtige Fortschritte bei der Allergie-Prophylaxe gelungen.

Forschern der MedUni Wien ist es gelungen, Allergene an körpereigene weiße Blutkörperchen zu binden, um bei einem zukünftigen möglichen Kontakt mit dem betreffenden Allergen eine Toleranzreaktion auszulösen. Die Ergebnisse im Tiermodell geben Anlass zur Hoffnung, dass es künftig möglich sein könnte, Allergien noch vor dem Auftreten zu verhindern, teilte die MedUni am Donnerstag mit.

Die Wissenschafter bedienten sich dazu einer Methode, die eigentlich in der Transplantationsmedizin eingesetzt wird – nämlich das Auslösen einer immunologischen Toleranzreaktion für das Spenderorgan, hieß es in einer Aussendung.

Dementsprechend ist die Studie – publiziert im Magazin EBioMedicine, einem Ableger des “Lancet”-Journals – in Kooperation der Universitätsklinik für Chirurgie mit dem Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung durchgeführt worden.

Versuchstiere blieben nachhaltig resistent

Das zentrale Ergebnis: Die Mäuse, deren weiße Blutkörperchen mit den jeweiligen Allergenen – das sind Proteine, auf die das Immunsystem bei einer Allergie verstärkt reagiert – verbunden wurden, blieben nachhaltig gegenüber der Allergie resistent.

Zuerst werden dafür die weiße Blutkörperchen entnommen, mit dem Allergen “versetzt” und mit einem Biologikum, das aus der Rheumatologie bekannt ist (Wirkstoff Abatacept) sowie einem Mittel aus der Immunsuppression und Onkologie (Sirolimus) wieder in den Organismus injiziert.

(APA, Red.)

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