Alle sieben Minuten stirbt Wildtier auf Österreichs Straßen

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Die meisten Unfälle ereignen sich in der Früh und am Abend - © APA (Symbolbild/dpa)

Etwa 77.000 Wildtiere kommen jedes Jahr auf Österreichs Straßen ums Leben. Das bedeutet ein totes Tier knapp alle sieben Minuten, informierten Versicherungsverband (VVO), Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) und die Zentralstelle Österreichischer Landesjagdverbände am Mittwoch. Laut Analyse des KFV werden Warnschilder häufig ignoriert und die Fahrgeschwindigkeit nicht verlangsamt.

Die meisten Unfälle mit Tieren ereignen sich zwischen 5.00 und 7.00 Uhr sowie zwischen 20.00 und 23.00 Uhr. “Zu den Wildwechselstunden sollte in Zonen mit häufigem Wildwechsel ganz besonders vorsichtig gefahren und die Geschwindigkeit entsprechend angepasst werden”, warnte KFV-Direktor Othmar Thann.

Das Gefahrenzeichen “Achtung Wildwechsel” sollte jedoch generell unbedingt ernst genommen, betonte er. “Wildwechselschilder sind an Streckenabschnitten positioniert, an welchen das Risiko einer Kollision mit einem Wildtier auch tatsächlich deutlich erhöht ist”, ergänzte Peter Lebersorger, Generalsekretär der Zentralstelle der Landesjagdverbände.

Im vergangenen Jahr wurden in Österreich 293 Personen bei Unfällen mit Wildtieren verletzt, im Burgenland verunglückte eine Person tödlich. “Insgesamt ist die Zahl der Wildunfälle mit Personenschaden in den vergangenen fünf Jahren erfreulicherweise stetig gesunken”, informierte der VVO. Unter den getöteten Tieren waren 38.000 Rehe – darunter knapp 11.000 Kitze.

Bei einem drohenden Zusammenstoß mit einem Wildtier sollte stark gebremst und das Lenkrad gut festgehalten werden. Ein Ausweichmanöver ist nicht zu empfehlen, das sei weitaus riskanter, hieß es in der Aussendung. Nach dem Unfall muss die Gefahrenstelle abgesichert und sofort die Polizei verständigt werden. Getötetes Wild darf niemals mitgenommen werden.

(APA)