Alle Bilder: WM-Pokal der FIFA kam erstmals in Wien an

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Nur Staatsoberhäupter und Weltmeister dürfen den FIFA-WM-Pokal berühren.
Nur Staatsoberhäupter und Weltmeister dürfen den FIFA-WM-Pokal berühren. - © APA/GEORG HOCHMUTH
Am Sonntagnachmittag wurde der WM-Pokal im Wiener Rathaus hergezeigt. Er machte erstmals Halt in Österreich. Begleitet wurde die Trophäe vom französischen Ex-Weltmeister Christian Karembeu und Österreichs Jahrhundert-Fußballer Herbert Prohaska.

Die Trophäe ist rund 37 Zentimeter groß, wiegt über sechs Kilo, besteht zum Großteil aus 18-karätigem Gold und reist in einem sogenannten “Coca Cola FIFA World Cup Trophy Tour”-Flugzeug um die Welt. Ein Sicherheitsteam kümmert sich um den Pokal, der auf seinem Trip nicht nur eine eigene Bewachung, sondern auch ein eigenes Hotelzimmer erhält. Offiziell darf er nur von Spielern siegreicher WM-Mannschaften und Staatsoberhäuptern berührt werden.

Nur Weltmeister dürfen WM-Pokal berühren

Franco Foda zählt nicht dazu – die nächste Möglichkeit für den ÖFB-Teamchef bietet sich theoretisch bei der WM 2022 in Katar. “Jeder Erfolg beginnt mit einem Traum, also träumen wir davon”, sagte Foda, der den in einer Glasvitrine verwahrten Pokal am Flughafen bestaunte.

Prohaska war als Spieler zweimal und als Trainer einmal bei einer WM dabei, der Titelgewinn und damit eine Berührung des Pokals blieb ihm dabei verwehrt. Das könnte sich aber noch ändern. “Vielleicht werden wir 2022 Weltmeister und Foda setzt mich für zwei Minuten ein. Oder ich trete bei der nächsten Bundespräsidentenwahl gegen Alexander van der Bellen an”, schmunzelte der 62-Jährige.

Fotos vom FIFA-Pokal

Prohaska und allen anderen Nicht-Staatschefs und -Weltmeistern ist es immerhin erlaubt, Fotos mit dem Pokal zu schießen. Die Möglichkeit dazu bestand am Sonntagnachmittag im Wiener Rathaus, wo sich auch Prominenz aus Politik und Sport, darunter David Alaba, einfand. Die Besucher wurden dabei auf eine Zeitreise durch die WM- und heimische Fußball-Geschichte mitgenommen.

Seit 2006 jettet der Pokal im Vorfeld einer WM um die ganze Welt, diesmal stehen vor der Ankunft in Russland insgesamt 51 Länder auf sechs Kontinenten auf dem Tourplan. Die Trophäe wird am 15. Juli im Moskauer Luschniki-Stadion an den Kapitän des Final-Sieger-Teams überreicht, bleibt aber ständig im Besitz der FIFA. Der Verband des Weltmeisterlandes erhält nach dem Endspiel immer eine Kopie.

David Alaba hat noch keine Triple-Träume

Einen Tag nach dem 2:1-Heimsieg mit dem FC Bayern gegen Schalke hat Österreichs Fußball-Star David Alaba seiner Heimatstadt einen Kurzbesuch abgestattet. Der 25-Jährige ließ sich am Sonntag die Gelegenheit nicht nehmen, den anlässlich der “Coca Cola FIFA World Cup Trophy Tour” im Wiener Rathaus ausgestellten WM-Pokal aus nächster Nähe zu inspizieren.

So schnell wird Alaba die begehrte Trophäe nicht mehr zu Gesicht bekommen, schließlich ist die ÖFB-Auswahl bei der WM in Russland nur Zuschauer. Große Wehmut verspürte der Linksverteidiger beim Betrachten des Pokals dennoch nicht. “Weh tut es nicht, wenn ich ihn anschaue. Aber es ist schon mein großer Traum, einmal bei so einem großen Turnier mitzuspielen”, sagte Alaba.

Zuvor aber haben beim Wiener ganz andere Ziele Priorität. Mit den Bayern ist der neuerliche Meisterschaftsgewinn bei 18 Punkten Vorsprung auf den Zweiten Leipzig nur noch Formsache. Im DFB-Pokal stehen die Münchner in der Vorschlussrunde, in der Champions League im Achtelfinale – ein neuerliches Triple wie schon 2013 ist also möglich.

Doch so weit denkt Alaba derzeit nicht. “Die Saison ist noch lange, es ist ein weiter Weg. In erster Linie sind wir eine hungrige und ehrgeizige Mannschaft, die Woche für Woche Spiele gewinnen will”, sagte der Wiener, der am Wochenende einen Bundesliga-Rekord aufgestellt hat. Laut Statistik des Fachmagazins “kicker” ist Alaba nun mit 25 Jahren und 231 Tagen der jüngste Legionär mit 200 Bundesliga-Einsätzen.

Alaba wünscht sich Verlängerung von Jupp Heynckes bei FC Bayern

Seit der Rückkehr von Coach Jupp Heynckes, der die Bayern schon vor fünf Jahren zu den Triumphen in Champions League, Bundesliga und Cup geführt hatte, läuft es beim FC Bayern wie geschmiert. Deshalb wird der Trainer-Altstar von den Bayern-Bossen bekniet, doch noch eine Saison anzuhängen.

Auch die Münchner Profis wünschen sich einen längeren Verbleib des 72-Jährigen. “Ich weiß nicht, ob er sich überreden lässt. Ich würde mich auf jeden Fall so wie die ganze Mannschaft darüber freuen”, erzählte Alaba.

Unter Heynckes ist der ÖFB-Internationale wieder ganz auf die Rolle des Linksverteidigers festgelegt, während er etwa von Josep Guardiola auf mehreren Positionen eingesetzt wurde. An seiner Variabilität habe sich dennoch nichts geändert, versicherte der Linksfuß. “Es ist kein Geheimnis, dass ich auf mehreren Positionen spielen kann. Das habe ich schon oft bewiesen.”

Über die Positionsfrage in der Nationalmannschaft kann Alaba demnächst mit Teamchef Franco Foda diskutieren – in näherer Zukunft ist ein längeres Gespräch in München geplant. Bisher gab es zwar telefonischen Kontakt, aber noch kein persönliches Treffen des Bayern-Profis mit dem Deutschen, auch weil Alaba beim ersten Lehrgang unter Foda im vergangenen November verletzungsbedingt fehlte.

(APA/red)

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