Albasini vor Gesamtsieg bei Österreich-Tour

So-gut-wie-Sieger Albasini hat leicht Grinsen
So-gut-wie-Sieger Albasini hat leicht Grinsen - © APA (Schlager)
Michael Albasini steht nach der siebenten Etappe vor dem Gesamtsieg in der 61. Österreich-Radrundfahrt. Der Schweizer verteidigte das Gelbe Trikot des Gesamtführenden im Einzelzeitfahren über 26,3 Kilometer am Samstag in Podersdorf mit dem fünften Tagesrang erfolgreich. Er kann auf der Schlussetappe nach Wien nur mehr durch ein Missgeschick von der Spitze verdrängt werden.

Mit einem fünften Platz beim 26,2 Kilometer langen Einzelzeitfahren in Podersdorf am Neusiedler See baute der Schweizer Michael Albasini seine Gesamtführung bei der 61. Internationalen Österreich Rundfahrt aus. Den Sieg auf der vorletzten Etappe sicherte sich der holländische Meister und neue Glocknerkönig Koos Moerenhout. 

In den letzten Tagen behauptete Columbia-HTC-Profi Michael Albasini stets, das Zeitfahren sei seine schlechteste Disziplin. “Der heutige Tag war auch eine absolute Überraschung für mich. Ich bin das beste Zeitfahren meiner Karriere gefahren”, freute sich der Schweizer, der Rang fünf belegte und sogar dem  favorisierten Zeitfahrspezialisten Ruslan Pidgornyy einige Zehntel abnahm. “Jetzt müssen wir morgen nur noch die letzte Etappe nach Wien gut überstehen, dann habe ich meinen ersten Rundfahrtssieg in der Tasche. Es war immer ein Traum von mir eine Rundfahrt zu gewinnen. Noch ein Schritt, dann habe ich ihn in der Tasche”, jubelte der begeisterte Appenzeller. Der geschlagene Favorit Pidgornyy, der zum zweiten Mal in seiner Karriere wohl mit Rang zwei bei der Ö-Tour Vorlieb nehmen muss, war im Ziel enttäuscht: “Klar ist die Enttäuschung sehr groß, ich wollte unbedingt gewinnen.”

In der Gesamtwertung behielt auch der junge Tiroler Stefan Denifl von Elk Haus NÖ, der heute Rang 40 belegte, seinen achten Platz: “Mein Ziel war ein Platz unter den Top-15. Und jetzt fahr ich als Achter nach Wien. Für mich ist das ein Traum.” Eine großartige Leistung bot auch Etappensieger Koos Moerenhout, der heuer beim Zeitfahren bei der Dauphine Libere bereits Siebenter wurde: “Das Zeitfahren war sehr schwer. Nach der Wende in Illmitz hatten wir sehr starken Gegenwind. Da gibt’s nur eines: Reintreten!”

Chrissie Soeder mitten unter den Elitefahrern
Im Geschlechterkampf Frauen gegen die Männer zeigte Österreichs beste Radsportlerin, die Vizeweltmeisterin Christiane Soeder, gehörig auf: Die Wienerin fuhr außer Konkurrenz, aber mit Zeitnehmung, und belegte mit einer Zeit von 34:20 Minuten den 63. Platz von 111 klassierten Fahrern. “Ich war schon ziemlich verblüfft, dass ich so viele Männer geschlagen habe. Aber man darf nicht vergessen, dass sie schon über 1.200 Kilometer in den Beinen haben”, sagte Soeder. Die Ärztin fuhr mit einer 54/13-Übersetzung. “Ich mag eher dickere Gänge.” Gegen Ende ging es für Soeder, die sich derzeit auf die Damen-WM in der Schweiz vorbereitet, nicht mehr ganz so locker – aber die Form dürfte stimmen. 

Morgen Abschlussetappe nach Wien
Die achte und letzte Etappe der 61. Internationalen Österreich Rundfahrt führt morgen von Podersdorf am Neusiedler See über 124,3 Kilometer zum Burgtheater an der Wiener Ringstraße (1. Zieldurchfahrt gegen 13:45 Uhr). Nach zehn Runden am Ring, wobei drei “Megadrive”-Sprintwertungen beim Burgtheater ausgefahren werden, steht gegen 15:00 Uhr der Etappensieger der letzten Etappe und Gesamtsieger der Tour fest!

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