AK: Private Mietwohnungen in Wien teuer – und meist nur befristet zu haben

Private Mietwohnungen in Wien sind laut AK teuer - und meist befristet
Private Mietwohnungen in Wien sind laut AK teuer - und meist befristet - © pixelio.de / ThorbenWengert (Sujet)
Wie eine von der Arbeiterkammer durchgeführte Analyse der von der Statistik Austria bereitgestellten Mikrozensus-Wohndaten für Wien ergeben hat: Mieter in privaten Wohnungen in Wien halten sich dort meist nur auf Zeit auf – und bezahlen viel.

Betroffen sind viele: Zwei von drei Mietverträgen werden in Wien im privaten Segment abgeschlossen, hieß es in einer AK-Aussendung am Montag.

Oftmals nur befristete Mietverträge in Wien

Mieter müssen laut Arbeiterkammer im Schnitt mit 11 Euro pro Quadratmeter brutto rechnen. Das sind rund 3 Euro mehr als im sozialen Wohnbau. Überdies sind zwei von drei neuen Verträgen im privaten Bereich befristet.

Das aktuellste vollständige Jahr im Mikrozensus ist 2014. Damals wurden insgesamt rund 56.400 neue Mietverträge unterschrieben. Zwei von drei betrafen das private Segment. Zudem sind befristete Neuverträge im Altbau im Schnitt “erheblich teurer” als gesetzlich zulässig wäre, kritisiert die Arbeiterkammer. Die gesetzlichen Mietzinsvorschriften bei befristeten Altbauwohnungen würden “in der Regel nicht eingehalten”.

Kritik der AK: “Enorme Wohnunsicherheit”

“Befristete Mietverträge bedeuten für viele Mieter enorme Wohnunsicherheit. Sie müssen sich nach kurzer Zeit wieder auf Wohnungssuche begeben – das ist wiederum mit hohen Kosten verbunden, etwa fürs Übersiedeln oder den Makler, aber mitunter auch mit einem Verlust der gewohnten sozialen Kontakte und Umgebung”, beklagte AK-Präsident Rudolf Kaske. Und er warnte: “Wer verlängern will, muss dann sehr oft mit höheren Mietpreisen rechnen.”

Er kritisierte, dass nun die nächste “Kostenkeule” auf die Mieter zukomme – nämlich die Anhebung der Richtwerte. Kaske plädierte für ein transparentes Mietrecht mit “tauglichen Mietenbegrenzungen”. Auch Befristungen gehören nach Ansicht der Arbeiterkammer gestrichen, falls kein Eigenbedarf der Vermieter besteht. Auch die Maklerprovision für Mieter müsse wegfallen, verlangt die AK.

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(apa/red)

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