Agrarexporte im ersten Halbjahr deutlich gestiegen

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Österreich steht eher für Qualität und intakte Natur als Innovation
Österreich steht eher für Qualität und intakte Natur als Innovation - © APA (KEYSTONE)
Die Wirtschaft brummt und auch die Agrarexporte profitieren. Die heimischen Agrar-Ausfuhren sind im ersten Halbjahr 2017 um 7 Prozent auf 5,5 Mrd. Euro gewachsen. Die drei wichtigsten Märkte Deutschland, Italien und die USA wuchsen deutlich. In den 20 Jahren seit dem EU-Beitritt haben sich die Agrar-Exporte Österreichs fast versechsfacht, auf 10,4 Mrd. Euro im Vorjahr.

Ein Drittel aller agrarischen Exporte geht nach Deutschland. Wobei eine Umfrage mit 2.000 Teilnehmern bestätigt, dass sich Österreich in Deutschland auf manche gängige Klischees verlassen kann, sagte AMA-Marketing-Geschäftsführer Michael Blass: Intakte Natur und die Bergwelt sind die wichtigsten Bilder, mit denen Deutsche Österreich verbinden. Brauchtum und Trachten ziehen hingegen weniger, auch Österreich als Land des Wintersports interessiere nur eine Minderheit der Befragten. Allerdings sei Österreich “nicht gerade als besonders innovatives Land verschrien”. Da müsse sich Österreich anstrengen. Grundsätzlich finden österreichische Produkte bei qualitätsbewussten Käufern ihre Abnehmer.

Grund für Optimismus sieht auch Katharina Koßdorff, Geschäftsführerin des Fachverbands der Lebensmittelindustrie. Exporte industrieller Lebensmittel legten schon im Jahr 2016 um 3,6 Prozent auf über 6 Mrd. Euro zu, auch das erste Halbjahr 2017 gebe Anlass zu weiterem Optimismus. Ein überdurchschnittliches Plus gab es zuletzt in Ländern außerhalb der EU, wohin die Lebensmittelindustrie bereits Produkte im Wert von 1,36 Mrd. Euro ausführt – Gut die Hälfte davon in die USA (740 Mio. Euro).

Die Lebensmittelindustrie hängt stark vom Export ab, zwei Drittel der Produktion gehen ins Ausland. Getränke, Süß- und Backwaren, Mehlspeisen sowie Würste und Fleischwaren verkaufen sich dabei besonders gut. Die Exportquote ist seit dem EU-Beitritt von 16 auf weit über 60 Prozent gestiegen. Einen Rückschlag gab es zuletzt in Großbritannien nach der Brexit-Entscheidung: Die Exporte dorthin gingen um 14 Prozent zurück. 200 Firmen der heimischen Lebensmittelindustrie erwirtschaften mit 26.000 Beschäftigten ein Produktionsvolumen von knapp über 8 Mrd. Euro.

(APA)

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