Afrika-Cup-Finale lautet Nigeria – Burkina Faso

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Nigerianer bezwangen Mali klar
Nigerianer bezwangen Mali klar
Burkina Faso und Nigeria bestreiten am Sonntag beim Afrika Cup in Südafrika das Finale. Burkina Faso setzte sich am Mittwoch gegen Ghana im Elfmeterschießen mit 3:2 durch und steht damit zum ersten Mal im Endspiel. Zuvor hatte sich Favorit Nigeria völlig verdient gegen Mali dank Toren von Elderson Echiejile (25.), Ideye Brown (30.), Emmanuel Emenike (44.) und Ahmed Musa (60.) mit 4:1 durchgesetzt.


Ghana startete nach Maß. Einen fragwürdigen Elfmeter verwertete der 22-jährige Mubarak Wakaso souverän zum 1:0 ins Eck (13.). So richtig an Fahrt nahm die Partie aber erst nach dem Seitenwechsel auf. Ein Bance-Kopfball wurde von Ghana-Goalie Abdul Dauda an die Latte abgewehrt (53.). Auf der anderen Seite traf Asamoah Gyan aus elf Metern etwas stümperhaft nur das Aluminiumgehäuse (58.).

Das rächte sich auch prompt. Aristide Bance traf nach einem unnötigen Ghana-Ballverlust von der Strafraumgrenze ohne Mühe ins Eck (60.). In der regulären Spielzeit war Ghana dem Sieg näher, ein Atsu-Schuss wurde von Burkina-Faso-Tormann Daouda Diakite gut pariert (83.). In der Verlängerung hatte dann aber der Außenseiter die klar besseren Momente. Harrison Afful konnte einen Bance-Schuss auf der Linie stehend irgendwie über das Tor ablenken (112.). Burkina Faso hatte auch in der Folge großes Pech. Jonathan Pitroipa wurde im Strafraum regelwidrig gelegt, der tunesische Schiedsrichter Slim Jeddi entschied allerdings auf Schwalbe und zeigte dem Stürmer die Ampelkarte (117.).

Im Elfmeterschießen wurde der Underdog aber doch belohnt, da aufseiten von Ghana sowohl dem Salzburger Innenverteidiger Isaac Vorsah, der einen Meter danebenschoss, als auch dem Ex-Innsbrucker Emmanuel Clottey sowie Emmanuel Agyemang-Badu die Nerven versagten. Der vierfache Champions muss sich damit mit dem Spiel um Platz drei begnügen.

Bereits zuvor hatte sich Nigeria das Finalticket gesichert. Die “Super Eagles” ließen Mali in Durban nicht den Funken einer Chance. Echiejile per Kopf (25.), Brown (30.) nach einem Konter und Emenike mit einem abgefälschten Freistoß (44.) sorgten schon vor der Pause für die Vorentscheidung. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich nichts am Spielgeschehen und Musa erhöhte auf 4:0. Das Aufbäumen von Südafrika-Bezwinger Mali kam zu spät und wurde nur durch den Ehrentreffer von Cheick Diarra (75.) belohnt.

Die Nigerianer stehen damit zum ersten Mal seit 2000 im Afrika-Cup-Finale und peilen den dritten Turniersieg nach 1980 und 1994 an. Beim letzten Triumph war Coach Stephen Keshi noch als Spieler dabei gewesen. Er könnte damit als erst Zweiter das Kunststück schaffen, den Afrika Cup als Spieler und Trainer zu gewinnen.

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