Ägyptischer Judoka nach Handshake-Verweigerung heimgeschickt

Der ägyptische Judoka Islam El Shehaby ist am Montag vom Ägyptischen Olympischen Komitee von den Olympischen Spielen in Rio nach Hause geschickt worden. Shehaby hatte sich am vergangen Freitag geweigert, seinem israelischen Kontrahenten Or Sasson nach dem Kampf in der Klasse über 100 kg die Hand zu geben.

Der Israeli Or Sasson hatte am vergangenen Freitag nach dem Kampf dem Ägypter die Hand hingestreckt. Doch El Shehaby drehte sich nach seiner Niederlage in der ersten Runde kopfschüttelnd ab. Das Publikum pfiff den Ägypter daraufhin aus. Die Verbeugung vor und der Handschlag nach dem Kampf gehören bei Judo-Wettkämpfen unbedingt dazu. Die Verbeugungen vor dem Kampf und der Handschlag danach gehören bei Judo-Wettkämpfen zum Standard. Der verordneten Heimreise ging eine scharfe Rüge des IOC voraus. Wie das IOC mitteilte, urteilte die Disziplinarkommission, dass El Shehabys Verhalten gegen die Regeln des Fairplay und die olympischen Werte verstoßen habe.

[caption id=”attachment_4847957″ align=”alignnone” width=”650″]AP Foto: AP

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Olympische Werte

Die Disziplinarkommission forderte zudem das nationale olympische Komitee Ägyptens auf, seine Sportler künftig vor den Spielen über die olympischen Werte zu informieren.
Sasson hatte sich enttäuscht zum Vorfall geäußert. “Mein Gegner kam sehr emotional zum Kampf, er stand ungewöhnlich unter Druck. In manchen Situationen habe ich den Hass in seinen Augen gesehen”, sagte Sasson der Bild am Sonntag: “Trotzdem habe ich danach versucht, ihm die Hand zu geben. Im Judo ist es einfach wichtig, den Gegner zu respektieren. Eigentlich tut er mir leid.”

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