Adventzeit – Taschendiebe haben Hochkonjunktur

Adventzeit – Taschendiebe haben Hochkonjunktur
Weihnachtszeit bringt traditionellerweise auch mehr Fälle von Taschendiebstahl. “Das ist wohl so, weil in der Adventzeit auch mehr Leute unterwegs sind”, sagte Peter Jedelsky von der Kriminalprävention der Wiener Polizei.

“Die Erfahrung zeigt: Im Gedränge, in Massen ist es gefährlicher. Das betrifft die Feste im Sommer genauso wie die Weihnachtsmärkte im Winter.”

Für die Besucher von Adventmärkten, Punschständen und Co. bedeutet das, besonders aufzupassen, wann immer ein Gedränge entsteht. Der erste Schritt lautet: Nur das mitnehmen, was man wirklich braucht. “Reisepässe werden in der Regel am Christkindlmarkt nicht notwendig sein.” Hingegen kommt man in vielen Fällen um einen Führerschein nicht herum. Auch hohe Geldbeträge, die man im ganz schlechten Fall erst kurz zuvor im Bankfoyer oder beim Bankomaten abgehoben hat, sollte man Jedelsky zufolge gar nicht mitnehmen.

Besonderes Augenmerk ist auf Taschen zu legen, so Jedelsky. Taschen sollten prinzipiell nicht abgestellt werden. Sinnvoll ist es, eine Hand vorne über die Tasche zu legen und das Behältnis gut festzuhalten. Die Tasche ist verschlossen zu halten und an der Körpervorderseite zu tragen.

“Viele Leute bemerken oft gar nicht, dass sie gerade bestohlen worden sind”, sagte Jedelsky. Der Experte empfiehlt, sofort einen Kontrollgriff nach der Geldbörse zu tätigen, wenn man im Gedränge angerempelt wird. “Schauen: Wo ist mein Geld?”

Brieftaschen sollten generell in möglichst körpernahen Taschen getragen werden. Bei Mänteln und Jacken sind Außentaschen zu vermeiden. Für Männer ist es auch besser, auf die Gesäßtaschen ihrer Hosen zu verzichten und besser die Geldbörse vorne einzustecken. “Da spürt man es einfach schneller, wenn jemand hineingreifen will”, erklärte Jedelsky. Der sicherste Aufbewahrungsort sind aber spezielle Brust- und Gürteltaschen.

Wer tatsächlich bestohlen wird, für den ist es meist zu spät. “Wenn das Opfer merkt, wer der Dieb ist und diesen festhalten will, hat der meist die Geldbörse schon weitergegeben”, sagte der Jurist. Taschendiebe, die allein agieren, gibt es praktisch nicht. “Die Gruppen sind gut organisiert.”

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