Acht Tote bei Unruhen in Nigeria

Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Christen und Muslimen sind in Nigeria acht Menschen getötet worden. 40 wurden laut Polizei schwer verletzt. Sechs Moscheen und eine Kirche im Bundesstaat Taraba im Osten des Landes seien niedergebrannt worden. Die Auseinandersetzungen hätten am Dienstag in der Stadt Wukari begonnen.

Anlass sei der Bau einer Moschee auf dem Gelände der örtlichen Polizeizentrale gewesen. Aufgebrachte Christen hätten die Moschee niedergerissen und angezündet. Muslime hätten darauf eine nahegelegene Kirche angegriffen, so die Polizei.

In Nigeria gibt es jedes Jahr Hunderte Tote in Auseinandersetzungen zwischen Religionsgruppen. Im März waren im Bundesstaat Plateau den Behörden zufolge zahlreiche Angehörige aus der vornehmlich christlichen Berom-Volksgruppe getötet worden. Rund die Hälfte der Nigerianer sind Christen, die vor allem im Süden leben. Die andere Hälfte sind Muslime, die vorwiegend im Norden zu Hause sind.

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