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25. Mai 2009 07:47; Akt.: 28.09.2011 00:46

AC/DC ließ "schwarzes Eis" in Wien schmelzen

© SONY & Vienna Online © SONY & Vienna Online - © Die Black Ice Tour führte AC/DC nach Wien

AC/DC, DIE Rockband schlechthin, versetzte das Wiener Ernst Happel Stadion und damit rund 50.000 Fans im Rahmen der Black Ice Tour in ekstatische Zustände. User Bilder vom Konzert |
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Das Konzert:

Zunächst hatten The Answer klassischen Hardrock mit moderner Energie sympathisch kombiniert und die Masse angeheizt. Punkt 21.00 Uhr krachte dann der “Rock ‘n’ Roll Train” auf die Bühne. Vor einer Lokomotive (mit Teufelshörnern) starteten AC/DC mit diesem Lied ihre mehr als zweistündige “Party”, wie Sänger Brian Johnson raunte – laut, glasklar im Sound (zumindest auf den Stehplätzen) und schlicht elektrifizierend. Es ist schon faszinierend, wie allein das Riff von Gitarrist Angus Young bei “Back In Black” kollektiven Freudentaumel auslöst, das präzise Zusammenspiel von Bass und Gitarre 50.000 Menschen grooven lässt.

Angus Young trägt auch mit schütter gewordenem Haar noch immer Schuluniform bei den Shows und watschelt solierend über einen Steg – und das ist in Ordnung. Das Image passt zur Musik: ewig jung. “Dirty Deeds Done Dirt Cheap”, “Thunderstruck” (rollte wie eine Dampfwalze aus den Boxen) oder “The Jack” (zu Bon Scotts, Sänger bis zu seinem Tod 1980, genialer-ironischer Hymne zum Thema Geschlechtskrankheit legte Angus den obligatorischen Strip hin) sind die Klassiker für erste Luftgitarrenversuche im Kinderzimmer, wirken aber auch beim Open Air vor mitunter älteren Semestern wie ein akustischer Stromschlag.

Stark wie die Klassiker kam auch das Material vom aktuellen Album “Black Ice” (Warner) – wie der Titelsong – oder “War Machine”. Ok, einen AC/DC-Track erkennt man beim ersten Takt, aber primitiv ist das nicht, was die Herrschaften zu bieten haben: der Blues, Boogie und der Rock ‘n’ Roll der alten Schule haben die Musiker geprägt, die ihr Handwerk verstehen, aber das Bauchgefühl nie vergessen. Darum funktionierte die Show ohne zu protzige Gimmicks: Songs wie “Let There Be Rock” (mit Gitarrensolo-Marathon eines halbnackten, Schweiß spritzenden Maniacs auf einer Plattform) oder “Highway To Hell” (im Zugabenteil) muss man nicht mit technischen Spielereien anreichern, die haben von Haus aus ausreichend Testosteron. “For Those About To Rock” schickte die Masse taumelnd nach Hause – “we salute you!”

Unterhaltsam auch die Atmosphäre vor dem Konzert: Bierzeltstimmung herrschte ab den frühen Nachmittagsstunden rund um das Prater-Oval, rote Teufelshörner (wie sie Angus Young am Cover der Platte “Highway To Hell” trägt) auf den Köpfen der Fans leuchteten den Weg ins Stadion. Und blinkten dann auf den Rängen – es war ja auch teuflisch gut.


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