Ab heute gilt Winterreifenpflicht in Österreich

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Ab heute gilt in Österreich Winterreifenpflicht für Kraftfahrzeuge. Autofahrer müssen bis 15. April bei Schnee, Matsch oder Eis mit Winterreifen unterwegs sein. Wer ohne entsprechende Ausrüstung fährt, riskiert Strafen von 35 bis 5.000 Euro.

Ab 1. November gilt in Österreich die Winterreifenpflicht für Kraftfahrzeuge. Autofahrer müssen bis 15. April bei Schnee, Matsch oder Eis mit Winterreifen unterwegs sein oder alternativ Schneeketten auf mindestens zwei Antriebsrädern montieren. Das ist allerdings nur erlaubt, wenn die Straße durchgängig oder fast durchgängig mit Schnee oder Eis bedeckt ist.

Wer bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen ohne entsprechende Ausrüstung fährt, riskiert eine Strafe von 35 Euro. Werden andere Verkehrsteilnehmer gefährdet, dem drohen bis zu 5.000 Euro Strafe. Als Winterreifen werden gesetzlich solche anerkannt, die mit den Bezeichnungen “M+S”, “M.S.” oder “M&S” gekennzeichnet sind und mindestens vier Millimeter, bei Diagonalreifen fünf Millimeter Profiltiefe aufweisen.

Lamellen krallen sich in den Schnee
Winterreifen bieten deutlich bessere Traktion und kürzere Bremswege auf glatter Straße als Sommerreifen. Wichtig sind insbesondere die Lamellen. Diese flexiblen Stege ziehen sich über die Lauffläche und verkanten bei Kontakt mit der Straße, wodurch ein Sägezahnprofil entsteht, dass sich fest in den Schnee krallt. Durch diese Technik kann heute auf besonders grobe Stollen verzichtet werden, wodurch Winterreifen ähnlich laufruhig und komfortabel sind wie Sommerpneus.

Weicher Gummi
Ein weiterer grundsätzlicher Unterschied besteht in der Gummimischung der Saisonreifen. Während Sommerpneus eher aus hartem Material bestehen, das auch bei großer Hitze nicht nachgeben darf, sind Winterreifen aus besonders weichem Gummi. Das sorgt für eine bessere Traktion auf rutschigem Untergrund. Das Material verhärtet auch bei bitterster Kälte nicht.

Vorsicht bei neuen Reifen
Der Autofahrerclub ARBÖ empfiehlt, den Luftdruck gegenüber den Sommerreifen um 0,2 bar erhöhen, damit das Lamellenprofil richtig greifen kann. Neue Reifen müssen rund 300 Kilometer “eingefahren” werden. Sie haben produktionsbedingt anfangs eine geringere Bodenhaftung – besonders auf nasser Fahrbahn.

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