4,5 Liter Pfefferspray bei Identitären-Demo in Wien versprüht

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Bei der Identitären-Demo in Wien.
Bei der Identitären-Demo in Wien. - © Vienna.at
4,5 Liter Pfefferspray wurden von der Polizei bei der Demonstration der als rechtsextrem eingestuften Identitären sowie der Gegendemo am 11. Juni versprüht. 1.080 Beamte waren im Einsatz, fünf davon wurden verletzt.

Bei dem Einsatz kam es seitens der Exekutive zu 57 “mindergefährlichen Waffengebräuchen” – darunter fällt auch Pfefferspray. Insgesamt wurden rund 4,5 Liter Pfefferspray versprüht, wofür es laut Beantwortung einer Grünen-Anfrage durch Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) “keinen Befehl” gegeben habe. Konfrontiert mit Bildern, auf denen Polizisten zu sehen sind, die in eine kleine Menge an Personen sprühen, erklärte das Innenministerium, es handle sich um “individuelle” Pfeffersprayeinsätze.

Identitären-Demo: Polizisten wehrten sich mit 4,5 Litern Pfefferspray

An der Aktion der Identitären am 11. Juni 2016 nahmen laut Innenressort rund 1.000 Personen teil. Insgesamt kam es zu 68 Identitätsfeststellungen und acht Festnahmen. Zwölf Verwaltungsübertretungen und 58 Straftaten wurden angezeigt.

Im Zuge der Demonstrationen wurden ein junger Teilnehmer von einem Stein getroffen und schwer am Kopf verletzt. In dieser Causa werde weiter gegen Unbekannt ermittelt, hieß es am Dienstag gegenüber der APA. Laut Anfragebeantwortung wurde auch ein Beamter von einem Stein getroffen und an der Schulter verletzt.

>> Demo gegen Identitären-Aufmarsch: Festnahmen und Pfeffersprayeinsatz

(apa/red)

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