42 Mann Verstärkung für WEGA und “Mot”

Bei der Präsentation der neuen Polizei-Sondereinheiten
Bei der Präsentation der neuen Polizei-Sondereinheiten - © LPD Wien
Basisausbildung erfolgreich beendet: Die Polizei-Sondereinheit WEGA (Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung) erhält 42 Mann Verstärkung – der motorisierte Streifendienst („Mot“) der Verkehrsabteilung der Landespolizeidirektion Wien wird um 26 Beamte verstärkt.

Die 68 Polizisten beendeten am 29. April 2016 ihre Basisausbildungen für die jeweilige Einheit. Die WEGA-Polizisten versehen „überlagernden“ Streifendienst und werden zu heiklen Einsätzen beordert.

Sechs Monate Ausbildung für WEGA-Beamte

Für die Auswahl gibt es eine mehrteilige Prüfung, bestehend aus einem Sporttest, einer Schießüberprüfung, einer psychologischen Austestung und einem Hearing. Die Ausbildung dauert sechs Monate. Durchschnittlich schafft es jeder fünfte Polizist, in die Ausbildung aufgenommen zu werden.

Von knapp 1.000 Zugriffseinsätzen im Jahr 2015 war nur in knapp über 20 Prozent der Fälle bekannt, ob die Täter, die verhaftet werden sollten, bewaffnet waren. „Das bedeutet, in 80 Prozent der Fälle gehen Sie in nicht vorhersehbare und damit gefährliche Situationen“, sagte Sektionschef Dr. Franz Einzinger, Leiter der Sektion I (Präsidium), am 29. April 2016 bei der Abschlussfeier.

11.000 Einsätze für Wiener Spezialeinheit

Die Polizisten der WEGA hatten im Vorjahr über 11.000 heikle Einsätze, davon knapp 1.000 Zugriffe; sie hatten 65 Einsätze „Großen sicherheitspolizeilichen Ordnungsdienstes“ (GSOD). Unter anderem waren sie im Juni 2015 beim G7-Gipfel in Elmau (Deutschland) im Einsatz. „Wir haben von den deutschen Kollegen Lob von höchster Stelle erhalten“, sagte WEGA-Kommandant Oberst Ernst Albrecht. Mit den 42 WEGA-Bediensteten, die am 29. April 2016 die Basisausbildung abschlossen, erreicht die WEGA ihren vorgesehenen Personalstand. Dieser soll bis 2018 um 60 Polizisten auf 300 erhöht werden.

„Weiße Mäuse“: Ausbildung der Motorradpolizisten

„Wer meint, ein Motorradpolizist ist nur dann geeignet, wenn er schnell Motorrad fahren kann, der irrt“, sagt Oberst Wolfgang Schererbauer von der Landesverkehrsabteilung (LVA) Wien. „Im Gegenteil: Gute Motorradfahrer zeichnen sich aus, indem sie die Spur auch bei Schrittgeschwindigkeit halten können.“ Das Langsamfahren ist Teil der internen Auswahlprüfung der „Mot-Wien“ und es ist Teil der Ausbildung. Besonders wichtig ist das Spurhalten bei Schrittgeschwindigkeit für die Polizisten der LVA Wien bei Lotsungen und Geleitfahrten, speziell bei Staatsbesuchen. Im Vorjahr begleiteten die Motorradpolizisten bei 638 Staatsbesuchen und 137 Demonstrationen.

„Auch wenn es für die Autofahrer nicht immer angenehm ist, wenn sie von einer ‚weißen Maus‘ angehalten werden, leisten die Kollegen von der ‚Mot‘ einen wesentlichen Beitrag zur Verkehrssicherheit“, sagte Landespolizeipräsident Dr. Gerhard Pürstl. Bei der Landesverkehrsabteilung Wien sind rund 300 Bedienstete beschäftigt.

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