“369 Wochen”: Mahnmal erinnert an Opfer der NS-Justiz

Das Mahnmal "369 Wochen" am Wiener Landesgericht für Strafsachen erinnert ab heute an die Opfer der NS-Justiz
Das Mahnmal "369 Wochen" am Wiener Landesgericht für Strafsachen erinnert ab heute an die Opfer der NS-Justiz - © APA
Ab heute, den 21. April,  erinnert das Mahnmal “369 Wochen” am Wiener Landesgericht für Strafsachen an die Opfer der NS-Justiz. An der feierlichen Eröffnung nehmen neben Kardinal Christoph Schönborn, Bundeskanzler Werner Faymann und Justizminister Dr. Wolfgang Brandstetter auch Kulturminister Dr. Josef Ostermayer, Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny und Landesgerichts-Präsident Mag. Friedrich Forsthuber teil.

Das Mahnmal ist eine große Pyramide aus Stahl an deren dem Landesgericht zugeneigten Seite “369 Wochen” beleuchtet eingeschnitten ist. Entworfen wurde dieses Kunstwerk von der österreichischen Künstlerin Eva Schlegel. Die Zahl “369 Wochen” wird zugleich auch an jener Stelle an das Haus projiziert, wo einst an über 1.200 Menschen die Todesstrafe vollstreckt wurde. Der Titel wurde von der NS-Überlebenden Käthe Sasso angeregt und markiert den Zeitraum der NS-Herrschaft in Wien, der nämlich dauerte 369 Wochen.

“369 Wochen” erinnert an Opfer der NS-Justiz

“Es ist wichtig, sich das Geschehene vor Augen zu halten und aus der Geschichte zu lernen. Ich danke allen, die am Zustandekommen dieses Denkmals mitgewirkt haben. Ganz besonders Präsident Forsthuber, denn er setzt sich laufend und unermüdlich für die Sichtbarmachung der Geschichte dieses Hauses ein”, sagt Bundesminister Brandstetter anlässlich der Mahnmal-Einweihung.

10 Zeittafeln wurden bereits öffentlich präsentiert

Das Landesgericht für Strafsachen in Wien ist ein Haus mit Geschichte und hat in seinem rund 175-jährigen Bestehen bereits Vieles mitgemacht. Um die Vielfalt der Geschichte auch den Passanten deutlich zu machen, wurden bereits im Jänner dieses Jahres 10 Zeittafeln öffentlich präsentiert, die die Geschichte der Strafjustiz wiedergeben.

(APA/Red.)

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