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3400 demonstrierten gegen Rassismus und Faschismus in Wien

Bei der Demonstration in Wien am Samstag nahmen rund 3400 Personen teil
Bei der Demonstration in Wien am Samstag nahmen rund 3400 Personen teil ©APA (Archivbild vom Akademikerball 2018)
Bei der am Samstagnachmittag abgehaltenen Demonstration in der Wiener Innenstadt unter dem Motto "Gegen Rassismus und Faschismus" waren laut Polizeiangaben rund 3400 Personen beteiligt, davon 600 kurdische Demonstranten.
Bilder der Großdemo

Als beim Resselpark eine syrische Fahne von zwei Personen in die Luft gehalten wurde, kam es zu einer Auseinandersetzung mit den kurdischen Demonstranten. Die Polizei musste daraufhin Pfefferspray einsetzen.

Weitere Auseinandersetzungen unter den kurdischen Demonstranten wurden von den Einsatzkräften der Polizei beim Goethedenkmal sowie am Heldenplatzes registriert. Es wurden Anzeigen nach dem Verwaltungsstrafgesetz und dem Strafrecht sowie einige Identitätsfeststellungen durchgeführt.

Demonstration in Wien mit 3400 Teilnehmern

Organisiert wurde die Demonstration unter dem Motto “Gegen Rassismus und Faschismus” von einem breiten Bündnis linker und regierungskritischer Organisationen, darunter die “Plattform für eine menschliche Asylpolitik” und die “Omas gegen Rechts”. Die Veranstalter sprachen von 8.000 Teilnehmern, die dem erneuten Wintereinbruch getrotzt hätten. “Es ist beeindruckend, dass auch heute wieder tausende Menschen in einem breiten Schulterschluss verschiedenster Gruppierungen über nationale und ideologische Grenzen hinweg auf der Straße waren und ein starkes Zeichen für internationale Solidarität gesetzt haben”, sagt Brigitte Hornyik, Sprecherin der “Plattform für eine menschliche Asylpolitik”, laut einer Aussendung.

Hintergrund der kurdischen Beteiligung an der Demonstration ist auch die türkische Offensive im syrischen Afrin. Ankara möchte Afrin von den kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) “säubern” und eine “Pufferzone” an der türkisch-syrischen Grenze errichten. Die türkische Regierung sieht die YPG wegen ihrer engen Verbindungen zur verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) als Terrororganisation. In Hannover demonstrierten am Samstag 11.000 Menschen gegen das Vorgehen der türkischen Streitkräfte. Auch in anderen deutschen Städten kam es zu Demonstration.

(Red.)

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