34-jähriger Mann misshandelt Freundin auf brutalste Weise: Zehn Jahre Haft

Das Urteil gegen den angeklagten Vergewaltiger ist gefallen.
Das Urteil gegen den angeklagten Vergewaltiger ist gefallen. - © APA (Sujet)
Ein 34-jähriger Mann ist nach der brutalen Misshandlung seiner Ex-Freundin am 16. Juli zu zehn Jahren Haft und Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher verurteilt worden. Der Angeklagte hatte die Frau verprügelt, grausamst vergewaltigt und mit einem Messer und Bügeleisen angegriffen.

Der Prozessauftakt fand bereits im Juni statt. Die Verhandlung musste jedoch wegen der Einholung eines ergänzenden, gynäkologischen Gutachtens vertagt werden.

Die unfassbaren Misshandlungen des Opfers

Der in Österreich geborene türkische Staatsbürger hatte sein Opfer vor einem Jahr kennengelernt. Als er erfuhr, dass sie von einem anderen Mann schwanger war, trennte er sich nicht von ihr, sondern begann, sie wegen Nichtigkeiten – dass sie jemanden auf der Straße gegrüßt oder die Wäsche angeblich nicht ordentlich gebügelt hatte – mit Faustschlägen und Fußtritten zu verprügeln. Darüber hinaus vergewaltigte er seine Lebensgefährtin auf unbeschreibliche Art. Er hatte sein Opfer derart eingeschüchtert, dass dieses sich erst im Jänner dieses Jahres traute, ihren Peiniger zu verlassen und anzuzeigen.

Massive vaginale Verletzungen

In der Verhandlung am Donnerstag berichtete die medizinische Gutachterin Elisabeth Friedrich über die massiven vaginalen Verletzungen des Opfers, nachdem der 34-Jährige sie vergewaltigt hat. Die Frau begab sich nämlich zwei Tage nach dem Vorfall in ein Wiener Spital und ließ sich untersuchen. Sie berichtete dem Arzt, der sich auch noch nach Monaten an die Frau erinnern konnte, von massiven Schmerzen und starken Blutungen, die bereits seit Tagen anhielten.

Der Mediziner berichtete der Sachverständigen, dass sich die Untersuchung aufgrund der Schmerzen sehr schwierig gestaltete. Dokumentiert wurde der Fall von dem Arzt nicht, aber er erinnerte sich “aufgrund der Einzigartigkeit” an zahlreiche blaue Flecken auch an der Innenseite der Oberschenkel und einen drei bis vier Zentimeter langen vaginalen Einriss. “So ein Riss passiert bei einer jungen, gesunden Frau nicht einfach durch Überdehnung, da muss es zu einer Gewalteinwirkung gekommen sein”, sagte Friedrich, die diese Verletzung als schwer einstufte.

Stellungnahme des Angeklagten

“Ich wollte gehen, aber sie hat mich nicht gehen lassen”, sagte der Angeklagte, der sich zu den Vorwürfen schuldig bekannte, in seinen Schlussworten. “Es tut mir von ganzem Herzen leid.”

(apa/red)

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