3 Zimmer/Küche/Bad – Trailer und Kritik zum Film

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3 Zimmer/Küche/Bad – Trailer und Kritik zum Film
Das Leben zwischen 20 und 30 – zumindest für Studenten ist das die Zeit der Partys, Wohngemeinschaften, Umzüge und Fernbeziehungen. Jahre der Freiheit, ferne Länder entdecken und Nächte durchfeiern.

Alles ist möglich auf diesem ungewissen Weg zum Erwachsenwerden, an dessen Ende viele auf einen festen Job und die große Liebe hoffen. “3 Zimmer/Küche/Bad” nach einem Drehbuch der Geschwister Dietrich und Anna Brüggemann ist genau der Film für diese Zeit – lustig, anrührend und locker inszeniert: Eine erfrischende und heitere Komödie mit viel Wortwitz über die dramatische Suche nach der wahren Liebe, die schmerzvolle Ablösung von den Eltern und die nervenaufreibende Unsicherheit, wie es nach der sorglosen Studentenzeit weitergeht. Ab Freitag im Kino.

“3 Zimmer/Küche/Bad”: Leben zwischen Liebe, Umzug und WG

8 Freunde, 11 Umzüge und 23 Wohnungen stehen im Mittelpunkt. Die Freunde verlieben, trennen und vertragen sich, wechseln von der WG in die Pärchenwohnung und wieder zurück oder ziehen gar in eine andere Stadt. Thomas (Robert Gwisdek) lebt planlos in den Tag. “Kannst Du mal irgendeine Emotion zeigen?”, ruft seine Freundin Jessica (Alice Dwyer) verzweifelt. Seine lakonische Antwort: “Du zeigst doch schon so viele!” Die vernünftige Wiebke (Katharina Spiering) dagegen verliebt sich in Michael (Alexander Khuon), nichts ahnend, dass der ein notorischer Frauenheld ist. Eine seiner Eroberungen: Ausgerechnet Dina (Anna Brüggemann), Wiebkes Mitbewohnerin. Dumm nur, dass auch ihr Bruder Philipp (Jacob Matschenz) für Dina schwärmt, sehr zum Ärger seiner eigentlichen Freundin Maria (Aylin Tezel).

Regisseur Dietrich Brüggemann hat ein unterhaltsames Porträt einer Generation geschaffen, die in eine vage Zukunft blickt. Gutes Einkommen, feste Arbeitsstellen und sichere Renten scheinen unerreichbar. Wenn sich dann noch die Eltern trennen, gerät das Leben schnell aus dem Ruder. Umso wichtiger wird das Glück im Kleinen: Eine schöne Wohnung, am liebsten mit Stuck, Parkett und Flügeltüren, beste Freunde und ein liebevoller Partner. Eine Normaloidylle, die aber gerade die Verlässlichkeit bietet, die sonst fehlt. Oder, um es in Philipps Worten zu beschreiben: “Wir sind die Generation, die schon Mitte Zwanzig freiwillig die kreative Anarchie der Männer-WG gegen die Bürgerlichkeit einer Pärchenwohnung tauschen, hat mein Vater letztens gesagt.”

(Red./APA)

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