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290 Einbrüche: Mutmaßlicher Kopf der Opernball-Bande verhaftet

Der mutmaßliche Kopf der Wiener Einbrecherbande wurde in Köln verhaftet. Der mutmaßliche Kopf der Wiener Einbrecherbande wurde in Köln verhaftet. - © Ralf Thiel/ pixelio.de (Symbolbild)
Eine Sachertorte sollen die Wiener Ermittler ihren Kollegen in Köln als Dankeschön geschickt haben, nachdem diese den flüchtigen Kopf der so genannten Opernball-Bande verhaftet hatten. 290 Einbrüche gehen auf das Konto der Bande, die bereits 2009 in Wien verurteilt worden war.

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Die deutsche Polizei hat den mutmaßlichen Kopf der sogenannten Opernball-Bande in der Kölner Innenstadt verhaftet. Der 33-jährige Serbe mit dem Spitznamen "Neno" war Anfang 2010 durch einen Sprung aus dem Fenster eines Gerichtsaals in Hamm die spektakuläre Flucht gelungen. Er wurde bereits nach Österreich überstellt, berichtete die Kölner Polizei in einer Aussendung.

Opernball-Bande trieb ihr Unwesen in Wien

Die hoch professionell agierende Einbrechergruppe hatte in Wien und mehreren Bundesländern einen Schaden von 2,6 Millionen Euro angerichtet. Zu den Opfern der Bande zählten nebst betuchten Anwälte, Ärzten und Wirtschaftstreibenden auch einige prominente Persönlichkeiten, wie etwa Helene von Damm, die ehemalige US-Botschafterin in Wien, der Schauspieler Karl-Heinz Hackl und der Regisseur Peter Patzak, dem unter anderem sein Laptop mit einem bisher unveröffentlichten Drehbuch gestohlen worden war. Bei Razzien in Österreich stellte die Polizei Zetteln mit potenziellen Einbruchszielen inklusive Namen und Adressen sicher. Dazu fanden sich Angaben zu An- und Abwesenheiten der Opfer samt Auftrittsterminen von Künstlern, in einem Fall sogar der Hinweis "mit Sicherheit auf dem Opernball". Dies trug der Organisation in den Medien die Bezeichnung Opernball-Bande ein.

Kopf der Bande nach Flucht verhaftet

Rund 290 Einbrüche werden der 28-köpfigen Bande zugerechnet. Zwei weitere Führungsmitglieder der kriminellen Organisation wurden 2009 in Wien zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Ebenfalls 2009 hatte die deutsche Polizei "Neno" bereits einmal gefasst. Nur wenige Wochen später gelang ihm aber die Flucht. Während seiner Vorführung im Amtsgericht Hamm stürmte er plötzlich zu einem Fenster des Verhandlungssaals, öffnete es und sprang zweieinhalb Meter in die Tiefe. Zwei Beamten gelang es nicht, den Mann festzuhalten. Der damals 30-Jährige war im Zusammenhang mit seiner geplanten Auslieferung nach Österreich vor dem Amtsrichter gestanden. (APA)



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