27-Jähriger nach Hass-Postings gegen Muslime wegen Verhetzung verurteilt

Der Angeklagte stand wegen Hass-Postings vor Gericht
Der Angeklagte stand wegen Hass-Postings vor Gericht - © APA (Sujet)
Ein arbeitsloser Maurer ist am Freitag am Landesgericht Wiener Neustadt wegen Verhetzung zu einer Geldstrafe von 1.200 Euro verurteilt worden. Der 27-Jährige soll im Internet Hass-Kommentare gegen Muslime veröffentlicht haben.

Er nahm das Urteil an, es ist dennoch nicht rechtskräftig, weil die Staatsanwaltschaft keine Erklärung abgegeben hat.

Hass-Postings: “Musel werde ich abschlachten”

Zwei seiner Beiträge auf Facebook hatten den Verfassungsschutz auf den Mann aufmerksam werden lassen: “Einen Musel (sic!) werde ich abschlachten … Die haben auf christlichem Boden nichts verloren … Dieses Gesindel gehört verboten”, hieß es unter anderem in seinen Kommentaren. Lesen konnten dies seinen eigenen Angaben zufolge 1.000 Freunde im Internet.

Am ersten Prozesstag vergangene Woche bestritt der Angeklagte allerdings, was er vor dem Landesamt für Verfassungsschutz gestanden hatte: “Ich habe diese Beiträge nicht geschrieben. Irgendwer Fremder muss da eingestiegen sein. Ich benütze dieses Profil seit Monaten nicht mehr, aber ich sehe, dass Bewegung darauf ist”, verantwortete sich der 27-Jährige und fügte hinzu: “Der Beamte und ich müssen aneinander vorbeigeredet haben.”

Bei Prozess in Wiener Neustadt Postings bestritten

Dass dem doch nicht so war, erklärte am Freitag der Verfassungsschutz-Beamte im Zeugenstand. Dieser bestätigte, dass der Angeklagte bei der Vernehmung durch ihn die Hasstiraden sehr wohl zugegeben hatte.

(apa/red)

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