26. Bundesligarunde mit Spitzenspiel Salzburg gegen Austria

Oscar Garcia will mehr Chancen kreieren
Oscar Garcia will mehr Chancen kreieren - © APA
Die 26. Runde der tipico-Bundesliga wartet mit richtungsweisenden Duellen auf. Bevor es am Sonntag mit der Paarung Red Bull Salzburg gegen die Wiener Austria zum Spitzenspiel des Spieltags kommt, geht es für die Teams der Samstagspartien vor allem darum, die eigene Form zu finden – oder aufsteigende Tendenzen fortzusetzen.

Im Schlager der Runde kommt es am Sonntag (16.30 Uhr/live ORF eins) zum Duell der beiden Torfabriken der Fußball-Bundesliga: Der 50 Treffer schwere Leader Salzburg empfängt die Wiener Austria, die bereits 49 Mal einnetzte. Mit einem Sieg könnten die Gäste das Titelrennen weiter offen halten. “Wir wollen auf jeden Fall mutig nach vorne spielen”, versprach Austria-Trainer Thorsten Fink.

Gelingt der Austria in Wals-Siezenheim der Coup, würde der Rückstand auf die “Bullen” auf drei Punkte schmelzen. Salzburg sei zwar Favorit, betonte Austria-Kapitän Alexander Grünwald. “Trotzdem glaube ich, dass wir auch drei Punkte machen können. Wir fahren hin, um etwas mitzunehmen.” Ähnlich klang Fink: “Wir wollen den Bock umstoßen und Salzburg schlagen. Wir haben momentan eine gute Phase. Die Jungs haben es drauf, jetzt müssen sie es umsetzen.”

Trainer Oscar Garcia warnte vor dem dritten Match der Post-Soriano-Ära vor dem “schnellen Umschaltspiel” des Gegners und dessen Offensivpersonal. “Sie haben drei sehr gefährliche Spieler (Larry Kayode, Lucas Venuto, Felipe Pires, Anm.) im Angriff, sie sind sehr gut im Eins-gegen-Eins. Sie befinden sich derzeit in Topform und haben einen der besten Kader der Liga.” Eines ist für den Spanier klar: “Sie werden Torchancen kreieren, wir dürfen so wenig wie möglich zulassen.” Seine Truppe wiederum müsse sich in Sachen Effizienz steigern, in den jüngsten drei Spielen gab es nur drei Tore. Oscar: “Wir müssen wieder mehr Chancen kreieren.”

Rapid unternimmt indes bereits am Samstag den nächsten Anlauf auf den ersten Sieg seit über drei Monaten. Im Heimspiel gegen den SV Mattersburg scheint ein Ende der Misserfolgsserie möglich zu sein, schließlich hat der Vorletzte in seinen zwölf Saison-Auswärtspartien dieser Fußball-Bundesliga-Saison gerade einmal zwei Punkte geholt und muss möglicherweise auch auf Stefan Maierhofer verzichten.

Der 34-Jährige laboriert an einem vor zwei Wochen erlittenen Jochbeinbruch – ob es für den Ex-Rapidler die medizinische Freigabe gibt und er mit Maske gegen die Hütteldorfer spielen kann, entscheidet sich erst Stunden vor Spielbeginn. Rapid-Coach Damir Canadi will dieser Personalie ohnehin nicht viel Beachtung schenken. “Wir spielen gegen Mattersburg, nicht gegen Stefan Maierhofer”, sagte der Wiener.

Der Trainer bemerkte zuletzt einen Aufwärtstrend, vor allem bei der jüngsten Schlappe gegen Sturm Graz. “Wir alle waren nicht glücklich mit dem Ergebnis vom letzten Sonntag, ziehen uns aber die positiven Dinge aus dem Spiel heraus und wollen jetzt an unsere gute Leistung anschließen”, versprach Canadi. Das Schicksal, als stärkere Mannschaft nicht gewonnen zu haben, sei Rapid in seiner Amtszeit schon des öfteren widerfahren.

Die Krise des Rekordmeisters wollte der Mattersburg-Trainer Gerald Baumgartner nicht überbewerten. “Rapid ist immer noch Rapid. Ein angeschlagener Gegner kann sehr gefährlich sein. Dass sie Probleme verschiedenster Art haben, bekommt man natürlich mit, aber wir richten unser Hauptaugenmerk auf uns”, sagte Baumgartner.

Seine aufsteigende Formkurve will Sturm Graz am Samstag im Auswärtsduell mit Admira Wacker Mödling fortsetzen. Nach zwei Siegen en suite scheint der schlechte Frühjahrsstart vergessen, bei einem weiteren Erfolg könnte der Rückstand auf Leader Salzburg zumindest bis zum Sonntag auf fünf Punkte verkleinert werden. Doch auch die im Frühjahr ungeschlagene Admira macht sich Hoffnungen.

Die Admira ist nach dem 1:1 gegen Meister Salzburg in der Vorwoche höchst motiviert. Zwar fehlen den Niederösterreichern mit 30 Punkten bereits 15 Zähler auf Sturm, angesichts der nachdrängenden Teams gilt es aber, Platz fünf abzusichern. Rapid (29), der WAC (29) und St. Pölten (27) sitzen der Truppe von Damir Buric im Nacken. “Der Punkt gegen Salzburg gibt uns zusätzlichen Auftrieb. Wir wollen gegen Sturm Graz unsere Serie fortsetzen und unseren Tabellenplatz verteidigen”, stellte Kapitän Daniel Toth klar.

Die gute Verfassung des Gegners ist auch Sturm-Coach Franco Foda nicht verborgen geblieben, er weiß, was seine Truppe erwartet. “Admira hat sehr tief verteidigt, aber im Konter sehr gut umgeschaltet. Sie haben vorne extrem gute und schnelle Umschaltspieler und sind gut im Eins-gegen-Eins. Es ist eine eingespielte und kompakte Mannschaft, bei der in der Winterpause wenig geändert wurde”, befand der Deutsche.

Im Spiel zwischen Wolfsberg und St. Pölten erwartet die Fans am Samstag nicht nur das Duell “Wölfe” gegen “Wölfe”, sondern auch ein echtes “Sechs-Punkte-Spiel”. Kann St. Pölten seine aufsteigende Form weiterhin ausspielen, winkt der Sprung vor den siebtplatzierten WAC, der nur noch zwei Punkte vor dem SKN liegt.

St. Pölten-Trainer Jochen Fallmann betonte freilich, nichts von der Vergabe von sechs Punkten zu wissen. “Aber die drei, die es gibt, würde ich nehmen”, sagte der 38-Jährige, der auf eine durchaus sehenswerte Bilanz verweisen kann: In 13 Spielen holte er 20 Zähler, zuletzt tankte man im Abstiegsduell gegen Ried beim 1:0 “viel Selbstvertrauen”. Die personelle Verknappung beim Gegner sah er “nicht als Vorteil. Der WAC hat auch in der Breite eine sehr gute Qualität im Kader.”

Tatsächlich muss WAC-Trainer Heimo Pfeifenberger auf neun Spieler verzichten, Mario Leitgeb (Knöchel) und Dever Orgill (Hüfte) kamen in den vergangenen Tagen zum ohnehin umfangreichen Lazarett hinzu. “Es darf nicht so viel ausmachen, wer am Platz steht”, meinte Pfeifenberger. “Das ist eine große Chance für Spieler, die bisher nicht so viel gespielt haben.”

Bei der SV Ried ist man im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga bemüht, keine Panikstimmung aufkommen zu lassen. Obwohl die vergangenen sieben Partien allesamt verloren wurden, mahnte Trainer Lassad Chabbi vor dem Heimspiel am Samstag gegen den SCR Altach zur Besonnenheit. “Wir müssen ruhig bleiben und an uns glauben”, forderte der 55-Jährige.

Optimismus schöpft Chabbi, dessen Club als Schlusslicht drei Punkte vom rettenden Ufer entfernt ist, aus der Leistung beim 0:1 vor einer Woche in St. Pölten. “Da haben wir gut gespielt und hätten 2:0 führen können.” Vor den Altachern zeigte der gebürtige Tunesier Respekt. “Sie haben eine gute Mannschaft und stehen verdient auf Platz zwei. Auswärts haben sie aber auch Schwächen gezeigt.”

Für die Vorarlberger reichte es in den vergangenen vier Auftritten in der Fremde nur zu einem vollen Erfolg. Zuletzt aber überzeugte der vier Punkte hinter Spitzenreiter Red Bull Salzburg liegende Winterkönig beim Heim-3:0 über den SV Mattersburg. “Wir waren mit der Leistung in diesem Match sehr zufrieden. Die Spieler haben von Beginn an klar gemacht, dass sie gewinnen wollen. Diesen positiven Zug wollen wir nun mit nach Ried nehmen”, betonte Coach Martin Scherb.

(APA)

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