23. Auflage: Das Erzbergrodeo 2017 in der Steiermark

Mitte Juni geht's am Erzberg wieder rund.
Mitte Juni geht's am Erzberg wieder rund. - © Klaus Listl
Action garantiert: Mitte Juni findet am steirischen Erzberg das bereits legendäre Motorrad-Offroad-Event Erzbergrodeo statt.

Jahr für Jahr nehmen rund 1.500 Sportler am Erzbergrodeo teil und schrecken dabei nicht vor enormer Belastung zurück. Im Rahmen des weltweit renommiertesten Xtreme-Enduro-Events stellen sie sich der Herausforderung “Mann gegen Berg”. Das Gelände und die Beschaffenheit des Erzbergs auf der einen Seite sowie die anspruchsvolle und selektive Kurssetzung auf der anderen Seite machen das Erzbergrodeo zu einer unvorstellbar harten Challenge für alle Fahrer.

Der Offroad-Klassiker ist für Fans ein Event, für das sie in Scharen auf das Erzberg-Gelände strömen. Diese Begeisterung freut nicht nur die Veranstalter des Erzbergrodeos, sondern strahlt auch auf die gesamte Region aus. “Während der Veranstaltungstage leben zigtausende Menschen am Erzberg und die Betten von Eisenerz bis Leoben sind ausgelastet. Damit hat das Erzbergrodeo natürlich direkt positiven Einfluss auf die Wertschöpfung der gesamten Region”, berichtet die Geschäftsführerin des Tourismusverbands Hochsteiermark.

Das Erzbergrodeo als Tourismusfaktor

In den letzten 22 Jahren hat sich die Motorsport-Veranstaltung Schritt für Schritt einen hohen Bekanntheitsgrad erarbeitet. Mit 250 Stunden TV-Berichterstattung in 193 Ländern werden das Event und gleichzeitig auch Impressionen vom Erzberg in die Welt hinausgetragen. Das Erzbergrodeo ist dabei ein Markensymbol für den Erzberg und die gesamte Region, die dadurch bei den Besuchern und TV-Zusehern in den Fokus rückt. “Die Sportveranstaltung sorgt dafür, dass die Bilder des Erzbergs in die internationalen Haushalte kommen. Das hilft dem Tourismus in der gesamten Region ungemein”, heißt es beim Tourismusverband.

In einer Gegend, die traditionell eher für Bergbau denn für ihre touristischen Vorzüge bekannt ist, stieg die Gästenachfrage auch abseits des Motorsportevents. Es kam vermehrt zu Betriebsansiedlungen und Investitionen in die touristische Infrastruktur. Besucher des Erzbergrodeos entdecken so die Region als Urlaubsdestination für sich. Die Lage im Nationalpark Gesäuse eignet sich dazu, schöne Naturlandschaften mit schroffen Kalkgipfeln und grünen Wäldern aktiv aus nächster Nähe zu erleben.

Neben den Medien macht auch das internationale Fahrerlager beim Erzbergrodeo die Region weit über die Landesgrenzen hinweg bekannt. Dafür sorgt sowohl der Austausch der Fahrer untereinander, als auch die Tatsache, dass zwei Drittel der Motorsportler jedes Jahr neu dazu kommen. So wächst die Gruppe jener Sportler, die den Erzberg und die Region hautnah erfahren, stetig.

Action schon vor dem Rennen

In enger Abstimmung mit dem Bergbaubetrieb erfolgt die Vorbereitung des Events, denn um den reibungslosen Ablauf des Motorsport-Spektakels sicherzustellen, ist eine minutiöse Planung notwendig. “Noch bevor die ersten Sportler und Besucher am Erzberg-Gelände eintreffen, haben wir mit unserem Team alle Hände voll zu tun, um den Erzberg fit für das Rennwochenende zu machen”, erklärt Erzbergrodeo-Erfinder und Mastermind Karl Katoch.

Der gesamte Aufbau muss in lediglich fünf Tagen über die Bühne gehen. Die Mitarbeiter bringen hunderte Großbanner und Transparente auf dem 700 Hektar umfassenden Areal an, damit sich die Besucher an den Veranstaltungstagen gut orientieren können. Beim Montieren von Werbeflächen kommt sogar Kletterausrüstung zum Einsatz.

Um die Rennstrecke fertigzustellen, müssen nicht nur kilometerlange Absperrzäune und -bänder befestigt, sondern auch 6.000 Löcher in den harten Boden des Erzbergs gebohrt werden. Ist die Zeit für den kompletten Aufbau angesichts der logistischen Herausforderungen mit fünf Tagen schon knapp bemessen, so muss der gesamte Abbau sogar binnen zwei Tagen vonstattengehen.

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