Viele weitere Personen seien verletzt worden, ein Augenzeuge berichtete von neun Personen mit Schussverletzungen, die zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht worden seien. Laut der nigerianischen Zeitung “Daily Times” waren die Angreifer bei dem Anschlag auf eine Kirche in Zentralnigeria mit modernen Schusswaffen ausgestattet.
Gabriel Olorunyomi, ein Armeekommandant in der Region, bestätigte den Angriff auf die “Deeper Life Church” in der Ortschaft Otite nahe der Stadt Okene, 225 Kilometer südlich der Hauptstadt Abuja. Die näheren Umstände seien aber noch unklar, fügte er hinzu. Nach Angaben von Anrainern soll es sich bei den Angreifern um Mitglieder der radikal-islamischen Sekte Boko Haram (“Westliche Erziehung ist Sünde”) handeln. Bereits im vergangenen Monat hatten Selbstmordattentäter einen Anschlag auf die “Living Faith Church” in Okene versucht, seien aber von Sicherheitskräften davon abgehalten worden, wie “Daily Times” berichtete.
Die Islamisten haben in diesem Jahr bereits mehrmals christliche Kirchen angegriffen. Okene liegt allerdings außerhalb ihres bisherigen Aktionskreises, der sich bisher hauptsächlich auf das Zentrum sowie den Nordosten des Landes beschränkte. Die Sekte will in Nigeria, dem mit mehr als 160 Millionen Menschen bevölkerungsreichsten Land Afrikas, eine strenge Auslegung des islamischen Rechts einführen, die bereits in einigen nördlichen Bundesstaaten gilt. Boko Haram bekannte sich zu der Ermordung von sechs Soldaten am Sonntag im Nordosten Nigerias.