16 Tage gegen Gewalt in Wien: Fahnen gehisst

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Auf dem Rathaus wurde eine Fahne im Zeichen der Aktion !16 tage gegen Gewalt" gehisst.
Auf dem Rathaus wurde eine Fahne im Zeichen der Aktion !16 tage gegen Gewalt" gehisst. - © APA

Am Montag wurde für die Aktion “16 Tage gegen Gewalt” die Fahne der Menschenrechtsorganisation “Terre des Femmes” am Wiener Rathaus und beim Gebäude der Landespolizeidirektion Wien gehisst.

Die Wiener Frauenstadträtin Sandra Frauenberger und Polizeipräsident Gerhard Pürstl hissten zudem die Fahne der “White Ribbon Kampagne” am Rathaus. Sie gilt als die international größte Bewegung von Männern, die sich für die Beendigung der Männergewalt in Beziehungen einsetzt.”Fast jede dritte Frau erlebte in ihrem Leben schon sexualisierte Gewalt”, berichtete Frauenberger in einer Aussendung. Sie verwies auf das “dicht gestrickte” Gewaltschutznetz und ermutigte Betroffene, sich die Unterstützung zu holen.

Mehrere tausend Notrufe von Frauen

Dies haben heuer bereits zahlreiche Wienerinnen getan: Von Jänner bis Oktober 2012 verzeichnete der 24-Stunden Frauennotruf 5.776 telefonische und 550 persönliche Beratungsgespräche. Beziehungsgewalt, Vergewaltigung, sexuelle Belästigung und Stalking sind laut Stadt nach wie vor die häufigsten Gründe, weswegen betroffene Frauen und Mädchen bzw. deren soziales und familiäres Umfeld den Frauennotruf kontaktieren.

Jede fünfte Frau in Österreich wird einmal in ihrem Leben Opfer von Gewalt. Darauf wies Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (S) am Montag anlässlich der Aktion “16 Tage gegen Gewalt”, die vom 25. november bis zum 10 Dezember stattfindet, bei einem Pressegespräch in Wien mit “Zielpunkt”-Eigentümer Jan Satek hin. Die Supermarktkette hat eigene Papier-Tragetaschen mit der Telefonnummer der Frauenhelpline gestaltet.

Aktion “16 Tage gegen Gewalt”

Damit möchte man, so Satek, die Bevölkerung sensibilisieren und unmittelbare Hilfestellung geben. Die Frauenhelpline bietet unter der Nummer 0800/222-555 rund um die Uhr kostenlose Hilfe für Opfer von Gewalt. Das reicht von rascher Unterstützung in akuten Situationen bis zur gezielten Weitervermittlung an regionale Frauenschutzeinrichtungen und Beratungsstellen. An bestimmten Tagen findet muttersprachliche Beratung auf Arabisch, Bosnisch-Kroatisch-Serbisch, Englisch, Rumänisch, Spanisch und Türkisch statt.

(APA/Red)

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