15-jähriges Mädchen in Park in Nordrhein-Westfalen erstochen

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Polizei prüft mögliche Tatbeteiligung eines 25-Jährigen
Polizei prüft mögliche Tatbeteiligung eines 25-Jährigen - © APA (dpa/Symbolbild)
Im nordrhein-westfälischen Viersen ist am Montag im Stadtpark Casinogarten ein 15-jähriges Mädchen erstochen worden. Der Täter war nach Angaben der deutschen Polizei ein junger Mann, der vom Tatort flüchtete. Die junge Frau rumänischer Herkunft wurde in ein Krankenhaus gebracht, nachdem ein Zeuge die Polizei alarmiert hatte. Dort erlag sie nach kurzer Zeit ihren Verletzungen.

Im Zuge der Fahndung nach dem mutmaßlichen Täter entzog sich ein 25-jähriger Mann durch Flucht einer Polizeikontrolle. “Der aus der Türkei stammende Mann stellte sich am frühen Abend auf der Polizeiwache in Viersen”, erklärte die Polizei. “Er ist polizeilich bekannt und seine mögliche Tatbeteiligung wird derzeit geprüft.”

Die Polizei in Viersen ruft Zeugen auf, sich bei der Mordkommission zu melden. Nach einem Bericht der “Bild”-Zeitung entdeckten Obdachlose das Mädchen, die Schreie gehört hatten. Einer von ihnen alarmierte demnach die Rettungskräfte. Das Mädchen sei blutüberströmt und von Messerstichen übersät gewesen, sagte ein Augenzeuge der Zeitung.

In den vergangenen Monaten sind in Deutschland mehrere jugendliche Mädchen nach Gewaltverbrechen gestorben. So war erst am Wochenende der Tatverdächtige im Fall der getöteten 14-jährigen Susanna, Ali B., im Irak festgenommen worden. Der Flüchtling steht im Verdacht, das Mädchen aus Mainz vergewaltigt und umgebracht zu haben.

Bundesweit Aufmerksamkeit hatte im Dezember 2017 auch der Fall einer 15-Jährigen aus Kandel in Rheinland-Pfalz auf sich gezogen, die in einem Drogeriemarkt erstochen wurde. Am 18. Juni beginnt der Mordprozess gegen den angeblich gleichaltrigen Ex-Freund aus Afghanistan nach Jugendstrafrecht. Der Fall hatte eine Debatte über die Altersfeststellung von Flüchtlingen ausgelöst.

(APA/Ag.)

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