14 Zivilisten bei russischem Angriff in Syrien getötet

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Bei einem russischen Luftangriff im Osten Syriens sind offenbar mindestens 14 Zivilisten getötet worden. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Freitag mitteilte, traf der Angriff eine Gruppe von Menschen, die nahe der von Jihadisten kontrollierten Stadt Al-Majadin auf Floßen den Euphrat überquerten. Unter den Opfern des nächtlichen Angriffs sollen auch drei Kinder gewesen sein.

Demnach waren die Zivilisten auf der Flucht vor Kämpfen im Dorf Mahkan südlich von Majadin, als sie von dem Angriff getroffen wurden. Die Angaben der in Großbritannien ansässigen Beobachtungsstelle stammen von Informanten in Syrien und können von unabhängiger Seite kaum überprüft werden.

Unterdessen sollen syrische Regierungstruppen bereits in die IS-Hochburg vorgerückt sein. Mit Unterstützung der russischen Luftwaffe seien Truppen nach Al-Majadin im Osten des Landes vorgedrungen, teilte die Beobachtungsstelle mit. Die Soldaten hätten die Kontrolle über Gebäude im Westen der Stadt. Diese war bis jetzt eine der letzten Hochburgen der Jhihadistenmiliz.

Das 420 Kilometer östlich von Damaskus gelegene Al-Majadin in der ölreichen Provinz Deir ez-Zor ist eine der letzten Hochburgen der Jihadistenmiliz “Islamischer Staat” in Syrien. Die Stadt wurde 2014 vom IS eingenommen, als die Jihadisten weite Teile Syriens und des Iraks besetzten und ein “Kalifat” ausriefen. Russland hat in den vergangenen Tagen seine Luftangriffe gegen Jihadisten in der Provinz Deir ez-Zor verstärkt. Moskau unterstützt die syrische Regierung in ihrem Kampf gegen Aufständische.

(APA/ag.)