1,4 Mio. Österreich klagen über Verkehr

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Eine Untersuchung zum internationalen Tag gegen Lärm zeigt: 1,4 Millionen Menschen in Österreich fühlen sich durch Verkehrslärm gestört. Den größten Unmut – bei 1,16 Millionen – erregt die von Lkw und Pkw erzeugte Geräuschkulisse.

Das berichtete der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) anhand von Daten der Statistik Austria. Am meisten beklagen sich Steirer und Kärntner.

„Jede fünfte Person in Österreich, die älter als 15 Jahre ist, wird durch den Motorenlärm belästigt“, sagte Wolfgang Rauh vom VCÖ-Forschungsinstitut. Der Wertverlust von Wohnungen, Häusern und Grundstücken betrage 1,2 Milliarden Euro pro Jahr.

In der Steiermark werde der Verkehrslärm am stärksten als Belastung empfunden. Fast jeder vierte Steirer über 15, das sind 234.000 Menschen, fühle sich zu Hause dadurch belästigt. Auf Platz 2 finden sich die Kärntner (23,7 Prozent).

Der VCÖ plädiert für niedrigere Tempolimits: „Tempo 80 statt 100 wirkt so, als gäbe es nur mehr halb so viel Verkehr. Das gleiche gilt für Tempo 30 statt Tempo 50“, so Rauh. Ein Pkw mit Tempo 160 sei „so laut wie zwei Pkw der gleichen Marke mit 130 km/h“.

„Dauerhafter Verkehrslärm macht krank. Medizinische Studien zeigen, dass das Risiko von Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck und Herzinfarkten steigt“, sagte Rauh. Die Gesundheitskosten von durch Dauer-Verkehrslärm ausgelösten Erkrankungen betragen in Österreich demnach 448 Millionen Euro pro Jahr. In Deutschland haben Betroffene einen Anspruch auf Lärmschutzmaßnahmen oder eine Entschädigung. „Dieses Recht sollte auch den Menschen in Österreich zustehen“, fordert der VCÖ.

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