13-Jährigen auf Fahrrad angeschossen: 20 Jahre Haft für Täter

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Bei einem Schussattentat 2015 in Wien-Brigittenau wurde ein unbeteiligter Bub angeschossen.
Bei einem Schussattentat 2015 in Wien-Brigittenau wurde ein unbeteiligter Bub angeschossen. - © APA
Im Zuge einer Unterwelt-Fehde wurde am 5. Juli 2015 bei einer Schießerei in Wien-Brigittenau ein unbeteiligter 13-Jähriger lebensgefährlich verletzt. Das Wiener Oberlandesgericht entschied, dass es bei 20 Jahren Haft für den Täter bleibt.

Es bleibt bei 20 Jahren Haft für den Mann, der bei einem Schussattentat in Wien-Brigittenau vor zwei Jahren einen unbeteiligten 13-Jährigen lebensgefährlich verletzteDer Verteidiger von Slobodan C, Michael Schnarch, hatte gleich nach dem Urteil wegen zweifachen Mordversuchs im März Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung angemeldet. Hintergrund der Schießerei am 5. Juli 2015 dürfte eine Unterwelt-Fehde gewesen sein. Der Serbe Aleksandar A., der in Wien lebte, war mit einem Landsmann wegen Geldschulden in Streit geraten. Weil die Forderungen nicht einbringlich waren, wurde schließlich Slobodan C. nach Wien geschickt, um auf A. zu schießen.

13-Jähriger wollte Badeausflug mit Vater unternehmen

Aleksandar A. rannte jedoch im Zick-Zack davon, als ihm der 13-Jährige und dessen Vater auf Fahrrädern entgegenkamen. Sie wollten einen Badeausflug zur Donauinsel unternehmen. Zwei Schüsse verfehlten den Flüchtenden, einer traf A. im Becken bzw. im Gesäß und ein Schuss drang in den Bauch des Burschen auf dem Rad ein. Der 13-Jährige sackte in der Sekunde mit der lebensgefährlichen Verletzung zusammen. Nur eine Notoperation rettete dem mittlerweile 15-Jährigen das Leben. Der Prozess gegen C. musste im März wiederholt werden, nachdem das Verfahren im November 2016 wegen Irrtums der Geschworenen – sie sprachen den 38-Jährigen frei – ohne Urteil zu Ende gegangen war.

APA/Red.

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