12 Uhr mittags: Ehrung für Fred Zinnemann

Gemeinderätin Elisabeth Vitouch, Fred Zinnemanns Sohn Tim und US-Botschaftsrat Robert Huggins.
Gemeinderätin Elisabeth Vitouch, Fred Zinnemanns Sohn Tim und US-Botschaftsrat Robert Huggins. - © Pressefoto Votava
Der Regisseur und Oscar-Preisträger drehte mit Marlene Dietrich, Marlon Brando oder Sean Connery und schrieb nicht nur mit “Zwölf Uhr mittags” Filmgeschichte. Nun wurde Fred Zinnemann posthum mit einer Gedenktafel geehrt.

Im 3. Bezirk Wiens aufgewachsen und mit Billy Wilder befreundet, erhielt das 1907 geborene Ausnahmetalent mit jüdischen Wurzeln nach seiner Emigration in die USA viermal den Oscar; sechsmal wurde Fred Zinnemann, von dem hier die Rede ist, dafür nominiert, u. a. für “Zwölf Uhr mittags”.

Zinnemann drehte u. a. mit Marlene Dietrich, Marlon Brando, Gary Cooper, Grace Kelly, Burt Lancaster, Frank Sinatra, Audrey Hepburn, Gregory Peck, Meryl Streep oder Sean Connery; seine Filme wie “Verdammt in alle Ewigkeit”, “Die Männer”, “Oklahoma”, “Ein Mann zu jeder Jahreszeit”? “Der alte Mann und das Meer”, oder “Der Schakal” und eben “Zwölf Uhr mittags” gelten schlicht als Klassiker der Filmgeschichte.

“Längst überfällige Hommage”

Um diese Uhrzeit trafen sich denn dann am Sonntag, 1.11.2009, auch Familie, Freunde und Fans des österreichisch-amerikanischen Regisseurs und Produzenten, um im Beisein von Zinnemanns Sohn Tim, des US-Botschaftsrats Robert Huggins und Regisseur Wolfgang Glück feierlich eine Gedenktafel an Zinnemanns ehemaligen Wohnhaus in der Weyrgasse 9 im dritten Bezirk in Wien zu enthüllen.

Initiiert wurde die Ehrentafel vom Verein der Freunde des Jüdischen Museums Wien, der auch die Realisierung in Kooperation mit der Viennale und dem Kulturamt der Stadt Wien besorgte, und denen allen der Dank von US- Botschaftsrat Huggins galt. Von einer “längst überfälligen Hommage an ein Genie”, sprach in Vertretung von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny sinnstiftend die Landtagsabgeordnete und Gemeinderätin Elisabeth Vitouch, die “gleichsam ums Eck wohnt und als Landstraßerin Stolz auf Zinnemann ist”.

Tim Zinnemann bedankte sich ebenso kurz wie launig: “Er wäre überrascht und erstaunt gewesen über den Wirbel um seine Person. Er war ein sehr ruhiger Mensch, der keine Publicity wollte, aber es hätte ihn sicher sehr gefreut, dass die Menschen sich hier an ihn erinnern.” Zinnemann ist 1997 in London gestorben und wäre heuer 102 Jahre alt geworden.

 

Quelle: RK

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