Wiener Wohnungslosenhilfe zieht positive Bilanz nach dem Winter

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Wer in Wien obdachlos ist, kann vielerorts Hilfe bekommen
Wer in Wien obdachlos ist, kann vielerorts Hilfe bekommen - © APA (Sujet)
1.100 Schlafplätze wurden für obdachlose Menschen in Wien bereitgestellt, die Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen gestaltete sich äußerst erfolgreich – die Wiener Wohnungslosenhilfe zieht eine erfreuliche Winter-Bilanz.


“In Wien muss niemand kalte Winternächte auf der Straße verbringen. Durch die vorbildliche Zusammenarbeit städtischer Einrichtungen und Hilfsorganisationen ist es in den vergangenen Monaten sehr gut gelungen, obdachlosen Menschen zu helfen. Ganzjährig unterstützen wir Menschen ohne Unterkunft: Rund 67 Millionen Euro hat die Stadt Wien 2016 für die Wohnungslosenhilfe aufgewendet – damit wurden rund 5.700 Wohn- und Schlafplätze in 100 Einrichtungen finanziert, aber auch Tageszentren wie die JOSI, Beratungseinrichtungen und Straßensozialarbeit. Unsere Aufgabe als PolitikerInnen ist es aber nicht nur die Symptome, sondern die Ursachen von Armut zu bekämpfen”, betont Sozialstadträtin Sandra Frauenberger.

Hebein: “Niemand muss in der Kälte auf der Straße bleiben”

Sozialsprecherin Birgit Hebein von den Grünen Wien: “Es war ein sehr kalter Winter und ich bin glücklich in einer Stadt zu leben, wo es dem Fonds Soziales Wien gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen gelungen ist, dass niemand in der Kälte auf der Straße bleiben muss. Mein Dank gilt den Wienerinnen und Wienern, die über das Caritas-Telefon Hilfe für obdachlose Menschen angefordert haben und besonders den Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern, die tagtäglich auf den Straßen Wiens im Dienst der Menschlichkeit unterwegs waren. Die Armut in Österreich nimmt zu und es braucht ganzjährig ausreichend Unterstützungsangebote für alle Menschen in Not, egal, woher sie kommen. Leistbaren Wohnraum für alle zu schaffen bleibt eine große Herausforderung”.

Seit Anfang November 2016 wurde das Angebot der Notschlafplätze je nach Bedarf ausgebaut. In den kältesten Wochen im Jänner 2017 standen so insgesamt 1.100 Schlafplätze für akut obdachlose Menschen zur Verfügung. Die durchschnittliche Auslastung über den ganzen Winter lag bei 92 Prozent. Zudem wurden 160 zusätzliche Plätze für den Tagesaufenthalt in Wärmestuben geschaffen. Die Stadt Wien stellte für das Winterpaket rund 5 Mio. Euro zur Verfügung.

Aufstockung der Kapazitäten bei Notschlafstellen und Co.

Der Fonds Soziales Wien sorgte gemeinsam mit dem Wiener Roten Kreuz, der Caritas, dem Samariterbund Wien, den Johannitern und “wieder wohnen” für die Aufstockung der Kapazitäten. Ganzjährig sind in Wien 300 Notschlafplätze und 500 Plätze in Tageszentren für akut obdachlose Menschen verfügbar. Im Winter können auch Menschen ohne Sozialanspruch die von der Stadt geförderten Schlafplätze nutzen. Die Beratungskapazität der Sozial- und Rückkehrberatung der Caritas wurde im vergangenen Winter fast verdreifacht.

Wiener Wohnungslosenhilfe

“Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen haben wir auch in diesem Winter erfolgreich verhindert, dass Menschen auf der Straße erfrieren”, bilanziert Peter Hacker, Geschäftsführer des Fonds Soziales Wien.

Mehr als 10.000 Menschen pro Jahr nutzen die Angebote der Wiener Wohnungslosenhilfe, rund 1.000 ehemals obdach- oder wohnungslose Menschen finden dadurch jedes Jahr eine eigene Wohnung.

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