Polizist soll Obdachlosen geschlagen haben: Prozess startet in Wien

Der Polizist sowie sein Kollege und ein Polizeischüler müssen sich am Montag vor gericht verantworten.
Der Polizist sowie sein Kollege und ein Polizeischüler müssen sich am Montag vor gericht verantworten. - © APA
Ein Polizist soll in einem Heim in Wien-Penzing einen randalierenden Obdachlosen geschlagen haben. Der Vorfall wurde nicht gemeldet und kommt am Montag vor Gericht.

Ein angeblicher Polizeiübergriff ist am Montag Gegenstand einer Verhandlung am Wiener Landesgericht für Strafsachen. Ein Beamter wird beschuldigt, im Juli 2017 einen Obdachlosen in einer Betreuungseinrichtung in Penzing geschlagen zu haben, wo der Mann randaliert haben soll. Ein Kollege des Polizisten und ein Polizeischüler sind mitangeklagt, weil sie den Vorfall nicht gemeldet haben sollen.

Überwachungskamera zeigt Schläge von Polizisten

Die Anklage stützt sich im Wesentlichen auf ein Video aus einer Überwachungskamera. Darauf ist zu sehen, dass der Obdachlose offenbar auf Zureden nicht reagiert und die Beamten mehrfach vergeblich versuchen, ihn hochzuziehen. Am Ende versetzt einer der Polizisten dem 55-Jährigen mit der flachen Hand zwei Schläge ins Gesicht. Sein Kollege sieht augenscheinlich weg. Der Polizeischüler, der sich weiter entfernt befindet, schreitet ebenfalls nicht ein. Die Polizisten wurden nach Bekanntwerden des Vorfalls suspendiert, der Schüler in den Innendienst versetzt.

(APA/red)

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