Otto-Wagner-Areal: NEOS wollen Seilbahn zwischen Ottakring und Hütteldorf

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Die NEOS wünschen sich eine Seilbahn zwischen Ottakring und Hütteldorf.
Die NEOS wünschen sich eine Seilbahn zwischen Ottakring und Hütteldorf. - © APA (Sujet)
Nachdem die Stadt Wien am Dienstag ihre Pläne zur Nachnutzung des Otto-Wagner-Areals als Forschungsstandort bekannt gab, haben die NEOS am Mittwoch mit einer originellen Idee aufhorchen lassen. Sie wollen das Gebiet mit einer Seilbahn anbinden, die zwischen den Bahnhöfen Ottakring und Hütteldorf verkehren und bis zu 70 Millionen Euro kosten soll.

Präsentiert hat den Vorschlag NEOS-Penzing-Klubobmann Wolfgang Gerold in einer Pressekonferenz. Das Problem an diesem “Juwel” sei nämlich: “Man kommt nicht hin.” Denn derzeit fährt nur die Buslinie 48A zum Otto-Wagner-Spital. Künftig soll eine Seilbahn also dieses Hindernis beheben – entweder von der Stadt selbst oder mit einem privaten Partner errichtet. 4,6 Kilometer lang soll die Strecke nach dem NEOS-Plan sein, 17 Minuten die Fahrzeit betragen.

Seilbahn soll Otto-Wagner-Areal leichter zugänglich machen

Vom Bahnhof Ottakring, wo U3 und S45 verkehren, soll das Transportmittel zunächst zum Wilhelminenspital führen, dann an zwei Stationen am Otto-Wagner-Areal halten, und über die Linzer Straße schließlich im Bahnhof Hütteldorf münden, wo man in die U4 oder die Schnellbahn umsteigen könnte. 2.000 Personen könnten laut Gerold stündlich transportiert werden: “Das entspricht 40 Bussen.” Die Wiener sollen das Verkehrsmittel mit einer herkömmlichen Öffi-Netzkarte nutzen können, für Touristen könne man sich hochpreisigere Fahrkarten überlegen. Apropos Finanzen: Das Pavillon-Ensemble samt Otto-Wagner-Kirche per U-Bahn anzubinden, wäre sowohl kosten- als auch kapazitätsmäßig unverhältnismäßig, meinte der pinke Klubchef im 14. Bezirk.

Er zeigte sich zudem über das Ansinnen der Stadt, dort eine Bildungseinrichtung unterbringen zu wollen, wenig begeistert. Denn würde man alle Pavillons übereinanderschichten, wären das 167 Stockwerke: “So eine große Universität werden wir hier nicht hinbekommen.” Stattdessen wollen die NEOS einen Nutzungsmix für das Gebiet, das so groß ist wie die Josefstadt. Gerold kann sich etwa Bildungseinrichtungen wie Kindergarten oder Uni-Institute samt Studentenheim genauso vorstellen wie Gastronomie, ein Spitalsmuseum und Start-ups.

Parteichefin Beate Meinl-Reisinger wertete den gestrigen Stadtvorstoß als Panikreaktion im Hinblick auf die angesetzte NEOS-Pressekonferenz. Die Stadträtinnen für Planung und Gesundheit, Maria Vassilakou (Grüne) und Sandra Frauenberger (SPÖ), hatten am Dienstag per Aussendung mitgeteilt, dass die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) Machbarkeitsüberlegungen anstellen werde, um das Areal nach der Absiedlung des Spitals bis Mitte 2025 als Bildungs- und Uni-Standort zu nutzen. Seitens der BIG betonte man heute gegenüber der APA, dass die Erstellung eines Konzepts bzw. einer Studie erst die nächsten Schritte seien: “Zunächst verschaffen uns einen Überblick, welche Entwicklungsmöglichkeiten auf dem Areal bestehen. Gleichzeitig versuchen wir das Interesse diverser Bildungseinrichtungen an diesem Standort auszuloten.”

(APA/Red.)

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