Unwetter in Wien: Rund 200 Einsätze zusätzlich – und Tornado über Schwechat

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Über dem Flughafen Wien Schwechat war ein Tornado zu sehen
Über dem Flughafen Wien Schwechat war ein Tornado zu sehen - © APA/NÖLFK
Die heftigen Unwetter haben der Wiener Berufsfeuerwehr mehr als 200 Einsätze zusätzlich gebracht. Betroffen waren laut Feuerwehrsprecher Gerald Schimpf insgesamt sieben Wiener Bezirke.

Laut Schimpf betraf die Notwendigkeit zusätzlicher Einsätze zunächst die Bezirke Favoriten, Simmering, Hietzing und Donaustadt, später kamen auch Ottakring, Hernals und Währing dazu. Verletzte gab es nicht.

Unwetter: Einsatz am Matzleinsdorfer Platz in Wien

Am schlimmsten erwischte es einen Autofahrer in der Unterführung Matzleinsdorfer Platz. Wasser drang in den Innenraum des Fahrzeugs ein und machte es unbrauchbar. Die Feuerwehr barg den Wagen. Einsätze wegen Hagels registrierte die Berufsfeuerwehr nur in Liesing, ansonsten ging es um Starkregen. Die Einsatzkräfte mussten meist überflutete Fahrbahnen und Keller abpumpen.

Tornado über dem Flughafen Wien-Schwechat

Schwerer Hagel und ein Tornado zogen zudem eine Spur der Verwüstung durch das südliche Wien und Niederösterreich. Vom Unwetter getroffen wurde auch Schwechat (Bezirk Bruck a.d. Leitha), das am frühen Montagabend ein Unwetter-Hotspot in Niederösterreich gewesen ist. Fotos zeigten zudem einen Tornado, der am Flughafen Wien vorbeizog. Hagel sorgte für zahlreiche Schäden an Autos. Die Stadt reagierte: Kfz mit Glasschäden können bis Sonntag kostenlos in der Tiefgarage beim Rathaus abgestellt werden, falls es mit dem Werkstatt-Termin dauern sollte.

Hagel und Unwetter: Schäden in Millionenhöhe

Die schweren Unwetter mit Hagel und der Tornado haben am Montag laut der Österreichischen Hagelversicherung Schäden in Höhe von 15 Mio. Euro in der Landwirtschaft verursacht – mehr dazu hier.Betroffen waren insbesondere der Wiener Bezirk Liesing und die Bezirke Gänserndorf, Bruck a.d. Leitha, Mödling sowie St. Pölten-Land in Niederösterreich. Auf einer Fläche von etwa 10.000 Hektar wurden Acker-, Obst-, Wein- und Gemüsekulturen sowie Glashäuser durch bis zu 5,5 cm großen Hagelkörner schwer in Mitleidenschaft gezogen.

Die Schäden vom Montag sind laut Hagelversicherung die zweithöchsten bei einem Unwetter in Österreich. Am 23. Juli 2009 waren es 20 Millionen Euro in der Landwirtschaft gewesen.

Mittel aus Katastrophenfonds des Landes NÖ

Das Land NÖ hat am Dienstag angekündigt, nach den jüngsten Unwettern Mittel aus dem Katastrophenfonds freizugeben. Schäden seien an Privathäusern, Betrieben und öffentlichen Einrichtungen entstanden. “Die Schadenskommissionen nehmen in den Gemeinden bereits die Schäden auf, damit rasch geholfen werden kann”, sagten Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und LHStv. Stephan Pernkopf (beide ÖVP).

Unwetter in Niederösterreich

(apa/red)

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