Schießerei vor Disco in Wien-Favoriten: Security wegen Waffenbesitzes verurteilt

Einer der beiden Securitys wurde wegen illegalen Waffenbesitzes verurteilt.
Einer der beiden Securitys wurde wegen illegalen Waffenbesitzes verurteilt. - © Pixabay.com (Sujet)
Einer der beiden Securitys, die sich wegen einer Schießerei vor einer Disco in Wien-Favoriten vor Gericht verantworten mussten, war am Mittwoch wieder am Wiener Landesgericht zu Gast. Nachdem er zuvor wegen zugebilligter Notwehr ungestraft davon kam, wurde der 31-Jährige nun wegen illegalen Waffenbesitzes zu drei Monaten bedingt verurteilt.

Die zwei Türsteher hatten in der Nacht auf den 29. April 2017 einen 42-jährigen Iraker niedergeschossen. Dieser wurde von insgesamt vier Projektilen getroffen, wobei beide Securitys von ihren Schusswaffen Gebrauch gemacht und ihn je zwei Mal erwischt hatten. Dessen ungeachtet hatte sich der Mann noch selbst ins Krankenhaus begeben, wo er medizinisch versorgt wurde.

Schießerei vor Wiener Disco: Verfahren wegen Notwehr eingestellt

Den Türstehern wurde nach Einholung eines Schießgutachtens und Auswertung des Bildmaterials aus Überwachungskameras Notwehr zugebilligt. Der Iraker hatte gemeinsam mit mehreren anderen Männern versucht, die Diskothek zu stürmen, nachdem es auf dem davor befindlichen Parkplatz zu einer Auseinandersetzung gekommen war. Dort sollen bereits erste Schüsse gefallen sein. Um die offensichtlich gewaltbereiten Angreifer abzuwehren, griffen die zwei Türsteher ihren Angaben zufolge zu ihren Waffen und verriegelten anschließend von innen das Lokal.

Einer der Türsteher wurde jedoch von der Staatsanwaltschaft angeklagt, da er für die bei der Auseinandersetzung verwendete Pistole kein waffenrechtliches Dokument hatte. Wie der Serbe vor Richterin Magdalena Krausam aussagte, habe er diese in einem Lokal gekauft. “Ich bereue es sehr, es tut mir leid.”

Bei einem Strafrahmen von bis zu zwei Jahren fand die Richterin drei Monate auf drei Jahre bedingt als tat- und schuldangemessen. Seine Unbescholtenheit sowie das Geständnis wurden mildernd gewertet, erschwerende Umstände gab es keine. Der 31-Jährige nahm die Strafe an, die Staatsanwaltschaft verzichtete ebenfalls auf Rechtsmittel, weshalb das Urteil bereits rechtskräftig ist.

(APA/Red)

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