Lebensgefährtin vergiftet: 82-Jähriger Wiener in U-Haft

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Der Mann versuchte auch einen Selbstmord zu verüben. / Symbolbild
Der Mann versuchte auch einen Selbstmord zu verüben. / Symbolbild - © APA/HANS PUNZ
Das Wiener Landesgericht für Strafsachen hat am Montag über den 82-jährigen Mann die U-Haft verhängt, der am vergangenen Wochenende seine Lebensgefährtin in der gemeinsamen Wohnung in der Franz-Koci-Straße in Wien-Favoriten vergiftet haben dürfte.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand dürfte der Verdächtige der 69-Jährigen, die seit längerem schwer krank war, einen tödlichen Medikamenten-Cocktail verabreicht haben. Anschließend verübte der Pensionist mit denselben Mitteln einen Selbstmordversuch, konnte aber gerettet werden. Eine soziale Einrichtung, die das Paar betreute, hatte Alarm geschlagen, weil ein Mitarbeiter am Samstag entgegen bisheriger Usancen nicht in die Wohnung gelassen wurde. Die Polizei fand dann die Leiche und den bewusstlosen Mann, der nach medizinischer Erstversorgung in ein Spital gebracht wurde.

Der 82-Jährige war am Montag zum Vorwurf, seine Partnerin vorsätzlich getötet zu haben, weiterhin nicht vernehmungsfähig. Der zuständige Haftrichter hatte sich ins Krankenhaus begeben, wo am Krankenbett des Mannes diesem die bei Mordverdacht bedingt obligatorische U-Haft verkündet wurde. Der Verdächtige war zwar bei Bewusstsein, aber sehr schläfrig und daher nicht wirklich ansprechbar. Er ist bisher nicht anwaltlich vertreten. Der U-Haft-Beschluss ist bis 25. Juni rechtswirksam.

APA/red

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