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Afghanin in Wien erstochen: Mädchen hatte heimlichen Freund

Das junge Mädchen, das in Wien-Favoriten erstochen wurde, soll einen heimlichen Freund gehabt haben.
Das junge Mädchen, das in Wien-Favoriten erstochen wurde, soll einen heimlichen Freund gehabt haben. ©APA/HERBERT NEUBAUER
Am 18. September 2017 wurde die junge Afghanin in Wien-Favoriten von ihrem älteren Bruder erstochen. Wie nun bekannt wurde, hatte das Mädchen einen heimlichen Freund. "Wir wollten heiraten und Kinder bekommen", schilderte der ebenfalls aus Afghanistan stammende 24-Jährige der "Kronen Zeitung" (Sonntag-Ausgabe).
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Als der Vater von der Beziehung erfuhr, hätte er das Mädchen mit einem Kabel verprügelt, sagte der Molkerei-Arbeiter.

“Es war Liebe auf den ersten Blick”

Seiner Darstellung zufolge lernte er das Mädchen Anfang 2017 über Facebook kennen. Offiziell war sie 14, ihm hätte sie jedoch verraten, dass sie bereits 17 war. “Wir chatteten ein paar Wochen miteinander. Dann hatten wir unser erstes Treffen, in einem Park. Es war Liebe auf den ersten Blick”, zitierte die “Kronen Zeitung” den 24-Jährigen. Sie sei darauf Bedacht gewesen, dass ihre Familie nichts von der Verbindung erfuhr. Ihr Vater sei sehr streng gewesen, hätte der Tochter nicht ein Mal ein Handy gestattet und keine Freundschaften erlaubt.

Mädchen von älterem Bruder in Wien erstochen

Im Juni habe der Vater die Beziehung mitbekommen. Die Tochter sei darauf verprügelt worden, von zu Hause ausgerissen und nach Graz geflüchtet, erklärte der 24-Jährige. Fest steht, dass das Mädchen in Graz ihren Vater, aber auch ihren älteren Bruder wegen erlittener Gewalttätigkeiten angezeigt hat. Sie kehrte dann aber wieder in die Bundeshauptstadt zurück – auf Intervention eines von den Eltern eingeschalteten Imams, wie der 24-Jährige behauptet. Das Mädchen kam in einem Krisenzentrum unter. Am 18. September passte sie ihr älterer Bruder am Weg zur Schule ab – in einem Innenhof in der Puchsbaumgasse kam es zu der tödlichen Auseinandersetzung.

Bruder wegen Mordverdachts noch in U-Haft

Der laut einem gerichtsmedizinischen Gutachten im Tatzeitpunkt zumindest 21 Jahre und drei Monate alter Bruder der Getöteten, der damit unter das Erwachsenen-Strafrecht fällt, sitzt seither wegen Mordverdachts in U-Haft. Mit der Anklageerhebung dürfte in Kürze zu rechnen sein. Ob und inwieweit der Vater den Sohn zur der Bluttat angestiftet hat, um die Familienehre wiederherzustellen, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

(APA/Red)

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