In Wien soll eine Betrügerbande für 118 fungierte Autounfälle verantwortlich sein. Die Polizei ermittelt wegen Versicherungsbetrug. - © Bilderbox.at
Medienberichten zu Folge soll die Bande aus 15 – 40 Leuten bestehen. Der Hauptverdächtige, ein 25-jähriger Inder, ist weiterhin flüchtig. Die Polizei vermutet, dass der Verdächtige, nachdem der Versicherungsbetrug aufgeflogen ist, wieder zurück in seine Heimat geflohen ist.
Vor allem in Wien-Ottakring soll es in den letzten vier Jahren vermehrt zu fingierten Autounfällen gekommen sein. Die Betrüger suchten vor allem Strecken aus, an denen es zu einer Fahrbahnverengung kam und provozierten einen Unfall, wie die Tageszeitung Österreich berichtet. Auch im Kreuzungsbereich soll es häufiger gekracht haben.
Zum Teil wären die Bremslichter abgeklemmt worden um nachkommende Autofahrer zu irritieren und einen Unfall unvermeidbar zu machen. Die Schäden an den eigenen Autos sollen von der Betrügerbande nur provisorisch ausgebessert worden sein. Insgesamt hätten sich die Männer 150.000 Euro von der Versicherung auszahlen lassen. In weiteren 50 Fällen soll die Bande auch getürkte Parkschäden gemeldet haben.
Der Kopf der Bande, der 25-jährige Lal J., soll alleine für 70 dieser “falschen” Autounfälle verantwortlich sein. Erst nach vier Jahren wurde die Versicherung auf die gehäuften Verkehrsunfälle aufmerksam. Laut Polizei sollen bei den 118 Autounfällen keine Personen verletzt worden sein. Die Ermittlungen im Versicherungsbetrugs-Fall sind im Gange.
Auf diesen Linien der Wiener Verkehrsbetriebe sollten Sie heute auf keinen Fall Ihren Fahrschein 'vergessen':
U1, 2, 24A, 31A, 32A